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Fahrradrennen

Altbaukriterium: Mit dem Rad durchs Pub

Am Samstag flitzten 25 Radler mitten durch das Grazer Pub "Cheers". Von Graz aus exportierten die Erfinder des Altbaukriteriums die Idee in die Welt. Andrea Rieger

Altbaukriterium im "Cheers"
Altbaukriterium im "Cheers" © Martina RADhofer
 

"Keine Motoren, keine Stützräder". Ein Blick in die Regeln des Altbaukriteriums zeigt, worum es bei der Veranstaltung geht: Spaß.

Am Samstag war es wieder so weit, 25 Teilnehmer gingen im "Cheers" in der Grazer Josefigasse an den Start, um mit dem Rad einen Rundparcours durchs Lokal so schnell wie möglich zu befahren. Zwischen Tresen und Wand, einmal quer durchs Lokal sausen dabei die Pedalakrobaten "El Zutterino", "Presto Ernesto" & Co.

Weltverband samt Weltcupwertung

Gefahren werden die Rennen in Wohnungen oder Lokalen
Gefahren werden die Rennen in Wohnungen oder Lokalen Foto © Muchar/Welponer

Was heute Kult in der Grazer Radszene ist und am Samstag bereits zum 29. Mal stattgefunden hat, begann 2010 mit einem geschenkten Rennrad aus den 70ern und Schlechtwetter. "Ich hab das Rad repariert und wollte aber damit nicht raus in den Regen", erinnert sich Bernhard Kober. Also drehte er eine Runde in der WG. Die Idee fand Gefallen im Freundeskreis, man lud zum ersten Rennen und gründete kurzerhand den Weltverband "Altbaukriterium".

Der Zufall sorgte dann dafür, dass die Idee von der beschaulichen steirischen Landeshauptstadt tatsächlich in die Welt hinausgetragen wurde. "Beim Bicycle Film Festival wurde 2012 ein Film über das Altbaukriterium in 27 großen Städten der Welt gezeigt", erinnert sich Kober. Wenig später saß der harte Kern vom Altbaukriterium bereits im Flieger nach London, um dortige Radverrückte bei der Veranstaltung eines Rennens zu unterstützen. Veranstaltungen in Wien, Toronto und München folgten.

Wer das Rennen diesmal verpasst oder nur als Zuschauer im "Cheers" dabei war, sollte die Facebookseite zum Altbaukriterium im Auge behalten. Teilnehmen kann jeder, der sich rechtzeitig einen der 25 Startplätze sichert. Männer und Frauen werden gemeinsam gewertet, Alterslimit gibt es keines. "Der jüngste Teilnehmer bisher war sechs Jahre alt, der amtierende Weltmeister ist Mitte vierzig", so Kober. Und nicht vergessen: Keine Motoren, keine Stützräder!

 

 

 

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