Über weite Strecken beeindruckend hörte sich die Wiedergabe von Giuseppe Verdis "Messa da Requiem" im Grazer Stephaniensaal an.

Gute Balance. Die "Pannonische Philharmonie" mausert sich. Von Mal zu Mal werden die Bläsereinsätze präziser und auch die Streicher (die heiklen Pianissimo-CelloEinsätze zu Beginn als Beispiel) ließen nur wenig Wünsche offen. Alois J. Hochstrasser hat Verdis Meisterpartitur nun wirklich schon so im Griff, dass sich sogar im "Dies irae", dem Stück im Stück, Spannung und Piano-Lyrismen in guter Balance hielten.

Klangvolumen und Feinschliff. Ambitioniert die Sänger des "Concertjugendchors", die mit dem eigentlichen Concertchor bestens fusionierten und neben Klangvolumen auch Feinschliff bei differenzierteren polyphonen Strukturen boten. Die beiden Damen Margareta Klobucar (Sopran) und Natela Nicoli (Alt) gaben sich ein ideales vokales Stelldichein, Kurt Rydl gefiel mit seinem orgelnden Polterbass, Gianluca Zampieris Tenor klang diesmal bisweilen ein wenig rau.