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Kabarettarchiv übersiedelt zurück nach Graz

Einen Rettungsring hat das von der Auflösung bedrohte Österreichischen Kabarettarchivs (ÖKA) vom Universalmuseum Joanneum zugeworfen bekommen: Joanneum bietet nach "Aus" in Straden befristetes Ausweichquartier.

 

Nachdem man den Standort im oststeirischen Straden Ende September räumen musste, bekommt man nun - vorübergehend - Quartier in nicht mehr benötigten Büroräumlichkeiten der Landeseinrichtung in Graz.

Das 2000 gegründete ÖKA hatte von Anbeginn immer um ein Dach über dem Kopf und um die finanzielle Absicherung des Betriebs kämpfen müssen. Der erste Standortwechsel erfolgte 2004, als man von der Grazer Annenstraße nach Straden zog, wo man kostenlos unterkam - allerdings nur bis zu einem Bürgermeisterwechsel.

Ausweichquatier

Wie es vom Joanneum heißt, wurden die Räumlichkeiten am Opernring 7/1 angemietet, um Büroflächen während des Umbaus der Alten Galerie zum "Museum im Palais", dem neuen Standort der kulturhistorischen Sammlung in der Sackstraße, zur Verfügung zu haben. Nun könnten diese bereits rückübersiedelt werden, sodass man die Flächen als Ausweichquartier für ein- bis eineinhalb Jahre anbieten könne. Eine dauerhafte Lösung müsse noch auf politischer Ebene verhandelt werden.

Das ÖKA sieht sich als einziges Spezialarchiv und Dokumentationszentrum seiner Art in Österreich. Geboten werden eine Fachbibliothek, eine Zeitungsdokumentation von 1900 bis heute, eine Audio- und Videothek, Sammlungen von Texten, Autographen, Chansons, Noten, Programmheften, Fotos, Plakaten sowie Vor- und Nachlässen. Die Wiedereröffnung im Grazer Ausweichquartier ist für Mitte Dezember geplant.

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