„Ich hätte nie gedacht, dass es einmal so weit kommt“: Am Tag, bevor der Vorhang endgültig fällt, zeigt sich auch eine der vielen Mitarbeiterinnen betroffen – denn am 29. Jänner 2025 kommt es tatsächlich so weit: Das Möbelhaus Leiner in der Grazer Annenstraße wird geschlossen. Nach knapp 54 Jahren. So wie die übrigen Häuser der insolventen Kette Kika/Leiner wurden auch die beiden Grazer Standortegeschlossen.

Und mittlerweile verkauft: Den früheren Kika in Graz-Straßgang hat zum Großteil die Anton-Paar-Gruppe übernommen, den ehemaligen Leiner beim Grazer Hauptbahnhof hat der Immobilienentwickler „Trivalue“ erworben. „Wir sehen das Projekt als Aufgabe, einen lebendigen Anziehungspunkt in Graz zu schaffen, einen Ort, der als Entwicklungsimpuls für das gesamte Bahnhofsareal dienen kann“, betont Markus Münzer seitens „Trivalue“ im Jänner 2026, also ein Jahr nach der Sperrstunde.

Jänner 2025: Letzte Rundgänge vor dem endgültigen Feierabend
Jänner 2025: Letzte Rundgänge vor dem endgültigen Feierabend © Jürgen Fuchs

Knapp 20.000 Quadratmeter

Zwei Monate später fragte die Kleine Zeitung nun bei Münzer noch einmal nach: Bei der Entscheidung, was das Haus künftig bieten wird, sei man „in der Findungsphase“, so Münzer – Gespräche mit Kunstvereinen und der Annenstraße-Initiative inklusive. Einen Termin für den Neustart - mit welcher Nutzung auch immer – könne er daher noch nicht nennen. Klar sei aber: Der frühere Leiner werde wohl Stockwerk für Stockwerk neu entwickelt. „Immerhin reden wir von knapp 20.000 m².“