Nein, von heute auf morgen gehen Produktion und Lieferung eines 33,81 Meter langen „Trumms“ nicht so einfach vonstatten. Schon im Jänner 2024 hat die Stadt die entsprechenden Verträge mit der Firma „Alstom“ unterschrieben und die ersten 15 Straßenbahngarnituren namens „Flexity“ geordert. Mehr als zwei Jahre später biegen nun die Vorbereitungen auf die Premierenfahrt im Regelbetrieb zumindest auf die Zielgerade: Tests und Genehmigungsverfahren gehen ins Finale.

„Im Mai werden die ersten fünf neuen Flexity-Trams durch Graz rollen“, hatte Holding-Graz-Vorstand Mark Perz kürzlich öffentlich verkündet. Spätestens im Mai, heißt es hinter vorgehaltener Hand innerhalb der Holding – womöglich gehe sich gar noch ein Start im April aus. Und voraussichtlich erfolgen die ersten Meter auf den Strecken der Linien 4 und 7. So oder so: „Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude“, so Perz.

Fahrgäste nehmen auf Sitzen mit Leder-Recyclingfasern Platz
Fahrgäste nehmen auf Sitzen mit Leder-Recyclingfasern Platz © Saria

Und aus Perz‘ Sicht könne man sich tatsächlich auf die neuen Trams freuen: Wie berichtet, wird eine Flexity bis zu 200 Passagiere aufnehmen können (60 davon auch sitzend), bei der Variobahn sind es zum Vergleich maximal 145 Fahrgäste. Neben markanten Lichtquellen an den Außenseiten der Türen, die heraneilenden Gästen anzeigen, ob sich die Türen bald schließen (rotes Licht) oder ob man noch einsteigen kann (grün), will die Flexity unter anderem mit braunen Ledersitzen und sechs Ladestationen (kabellos) für Smartphones beeindrucken.

31 Garnituren bestellt

Mittlerweile haben ja Stadt und Holding Graz bei Alstom insgesamt 31 Flexity-Garnituren bestellt – die erste Tranche über 15 Modelle um 75 Millionen Euro (inklusive langfristiger Wartungsverträge), die zweite Investition über 74 Millionen Euro beinhaltete 16 weitere Alstom-Bims und acht Gelenkbusse.