Als Polizisten in der Vorwoche einen 19-Jährigen in Premstätten an dessen Wohnadresse festnehmen wollten, sprang der junge Kroate plötzlich aus dem Fenster und rannte davon. Mit Unterstützung eines Hubschraubers, von Diensthunden und einem großen Aufgebot an Polizeikräften gelang es einige Zeit später, den 19-Jährigen festzunehmen.
Inzwischen sitzt der Mann in der Justizanstalt Graz-Jakomini in Untersuchungshaft. Wie intensive Ermittlungen ergeben haben, soll der Verdächtige nicht nur für eine Serie von Einbrüchen in Sportvereinshäuser, Kindergärten und Kellerabteilen verantwortlich sein, sondern auch den folgenschweren Brand im Schulzentrum Premstätten Mitte August gelegt haben.
Millionenschaden nach Feuer
Bei dem damals noch im Um- und Ausbau befindlichen Gebäude entstand ein Schaden von mehr als einer Million Euro, wie Bürgermeister Matthias Pokorn (ÖVP) kurz vor Schulbeginn schätzte. Das Feuer ist im Bereich des Sekretariats sowie der angrenzenden Direktion ausgebrochen. Schon kurz nach dem Brand deutete alles darauf hin, dass keine technische Ursache Auslöser gewesen sein kann. Die Brandermittler des Landeskriminalamts fanden gleich mehrere Ausbruchsstellen auf der Etage.
Wollte die Spuren verwischen
Zu 20 Einbruchsdiebstählen war der Mann bereits zuvor geständig gewesen. Bei einer weiteren Einvernahme am Donnerstag gestand er schließlich auch die Brandstiftung in der Schule. Damit habe er die Einbruchsspuren vernichten wollen. Als Motiv für seine Taten nannte der 19-Jährige Geldnot. Hinweise auf weitere Mittäter gibt es laut Polizei nicht.