Die Konstruktion ist dem Baustil des „Brutalismus“ zuzuordnen – doch leider bröckelt sie auch seit Jahren brutal vor sich hin. Also hat sich die Politik dazu durchgerungen, die markante Markthalle auf dem Hofbauerplatz in Graz-Eggenberg zu sanieren. Der Bau, der 1972 von Franz Forstlechner geplant wurde und seit dem Jahr 2009 unter Denkmalschutz steht, soll dabei um geschätzte vier Millionen Euro auf Vordermann gebracht werden.
Allerdings erst ab Jänner 2026, wie die zuständige Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) am Donnerstag betont: Somit könne der beliebte Weihnachtsmarkt beim Hofbauerplatz ungestört stattfinden – zugleich sei auf diese Weise „ein reibungsloser Bauablauf“ gewährleistet. Schwentner: „Mir ist wichtig, dass die Menschen den Weihnachtsmarkt heuer noch einmal in seiner ganzen Atmosphäre erleben können. Gleichzeitig setzen wir ab Jänner einen wichtigen Schritt für die Zukunft: Mit dem Neubau nach historischem Vorbild, nachhaltiger Bauweise und der erstmaligen Bundesförderung in dieser Höhe gelingt uns ein echtes Vorzeigeprojekt im Denkmalschutz. Der Hofbauermarkt bleibt ein Stück Identität in Eggenberg und wird gleichzeitig fit für die kommenden Jahrzehnte.“
„Semitransparente PV-Module“
Diese „Fitnesskur“ der Markthalle beinhalte unter anderem „semitransparente Photovoltaik-Module am Dach für eine nachhaltige Energieversorgung“, öffentliche WC-Anlagen, ein frisches Marktbüro sowie die Sanierung der Platzoberfläche und der Baumstandorte. „Das Bundesdenkmalamt unterstützt die Neuerrichtung des Hofbauermarkts mit 167.500 Euro. Damit konnte erstmals eine Bundesförderung in dieser Größenordnung für ein denkmalgeschütztes Objekt nach Graz geholt werden“, heißt es am Donnerstag im Büro Schwentner.