Zwei mittelgroße Kartoffeln und ein gehäufter Suppenlöffel Mehl genügen für zwei Personen. Johanna Herzog nimmt die mit der Schale gekochten Knollen aus dem Topf, schält sie noch warm und reibt sie auf einem Reibeisen mit linsengroßen Löchern. Dann schüttet sie das gelindete und gesalzene Mehl über die geriebenen Kartoffeln und mischt sie durch, sodass das Gemisch wie Bröselnudeln aussieht. Rasch gibt sie die Masse in ein gusseisernes Reindl und lässt den sogenannten Volksschmarren eine Viertelstunde lang dünsten. Nicht immer gelingt er ihr, aber normalerweise wird der Schmarren weder pappig noch trocken, lässt sich gut rösten, als Beilage oder zum Strecken verwenden.
Roter Stern über Graz
„Die Schwestern des Klosters bitten dringend um Hilfe, da sie Plünderung und sonstiges befürchten“
Kolumne.
Eine Serie zum Gedenken an 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges: Die Historikerin Barbara Stelzl-Marx bringt Auszüge aus ihrem Buch „Roter Stern über Graz“ zur sowjetischen Besatzungszeit. Diesmal: 20. Juni 1945.
© UMJ