„Wir waren uns einig: Wer die Sorgearbeit erledigt, hat den anstrengenderen Arbeitstag“, berichtet Tina Kopinits. Sie und ihr Mann haben sich die Karenzzeit aufgeteilt, er war acht Monate in Karenz, sie siebeneinhalb. „Deshalb darf sich nicht die Person, die von der Arbeit heimkommt, erst einmal ausruhen, sondern die, die daheim war“, berichtet die Leiterin der Lerncafés und Lernbars der Caritas in der Steiermark und dreifache Mutter. Sie sieht nur Vorteile in der Arbeitsteilung: „Es ist für die Paarbeziehung irrsinnig toll, weil wir die andere Rolle viel besser verstehen. Meine Töchter sehen, dass die alleinige Verantwortung für Haushalt und Sorgearbeit nicht bei der Mutter liegt, und mein Sohn sieht, dass die alleinige finanzielle Verantwortung nicht beim Vater liegt.“
Zum Weltfrauentag am 8. März
„Wer die Sorgearbeit erledigt, hat den anstrengenderen Arbeitstag“
Beim Gleichstellungsindex der Arbeiterkammer liegt Graz österreichweit auf Platz zwei. Trotzdem ist noch viel zu tun, darüber war man sich bei einem Pressetermin im Vorfeld des 8. März einig.
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