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Zweitwohnsitze Kleinregion Schladming Raumplanerin: „Nutzen Sie alle Möglichkeiten“

Die Raumplanerin Gerlind Weber appellierte in ihrem Vortrag in der Ramsau an die Verantwortung der Gemeinderäte. Sie könnten dem „Landschaftsfraß“ viel entgegensetzen.

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450 Interessierte läuschten dem Appell von Gerlind Weber © Martin Huber
 

Ein Blick in 450 gespannte Gesichter zeigte am Dienstagabend im VAZ Ramsau einmal mehr, wie stark das Thema „illegale Zweitwohnsitze“ den Einheimischen unter den Nägeln brennt. Der Einladung der Wochenzeitung „Der Ennstaler“ und des Bürgerforums der Kleinregion Schladming waren aber auch viele Politiker gefolgt: von Nationalrats- über Landtagsabgeordnete bis hin zu Gemeinderäten und Bürgermeistern.

Kommentare (8)

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Ennstaler
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Zu kurz gedacht....

sind solche Aussagen. Die vielen Arbeitsplätze die durch diese tollen Bauten entstehen nützen schon jetzt wenig, wenn sich die Menschen durch diese Jobs kaum noch die Miete leisten können geschweige denn, dass an Eigentum gedacht werden kann. Die Jungen, wenn sie nicht im lotto gewinnen, gewaltig erben oder heiraten können sich hier definitiv nichts mehr schaffen, schon gar nicht als Verkäufer oder Bauhackler. Bitte das zweite kurze Video der Fr Professor anschauen... Leider hat sie recht damit. Wir sägen am Ast auf dem wir sitzen, aber gewaltig....

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reknau
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da wird noch viel zu tun sein........

Sehe ich anders !
Wenn wir keine Arbeitsplätze mehr in der Region haben - werden die, die sich jetzt unsere Region nicht leisten können - auch abwandern müssen.
Auch unsere Region muß nach vorne schauen und innovativ bleiben ! Stillstand ist Rückschritt und wir dürfen das bisher mühsam aufgebaute nicht durch Populismus und Neiddenken mit Füssen treten.
Übrigens - was machen die jungen Leute in Graz und Wien - da sind die Wohnungspreise nicht niedriger ?
Und nein - die Frau Professor liegt in ihrer Meinung auch falsch !

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Ennstaler
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In Wien und Graz....

wie im gesamten urbanen Raum sind die Jobangebote auch andere (vor allem besser bezahlt und vielfätiger)und vor allem nicht Schnee-bzw. saisonabhängig. Alles nur am Tourismus aufzuhängen und die Heimat zu verramschen ist bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss. Abwanderung der Jungen ist definitiv jetzt schon ein Problem, darin werden wir uns ja einig sein.

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reknau
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Nicht zu Ende gedacht !

Zweifelsfrei keine leichte Situation - aber diese Schnellschüsse wie sie jetzt abgefeuert werden - sind unverständlich. Leider noch dazu im Wahlkampf. Es sollte schon nachgedacht werden, wo unsere Arbeitsplätze sind und ich behaupte es sind tausende die durch den Bau von derartigen Wohnungen zur Verfügung gestellt werden. Zweitwohnsitze werden im hohem Maße verteufelt - aber wenn man genau recherchiert bringen gerade diese Gäste sehr viel Wertschöpfung. Gerade diese Menschen leisten sich die guten Restaurants, leisten sich eine gute Sportausrüstung, kaufen gerne die Skikarten und lassen sich gerne z.B. in unseren Kosmetikläden verwöhnen. Natürlich kaufen sie auch bei Billa, Hofer, Wanke und Spar ein - wo wiederum unsere Einheimischen beschäftigt sind.
Befremdend ist auch - wer sich jetzt gerade bemüßigt fühlt - den Kampf gegen Zweitwohnsitze auf zu nehmen. Genau diese Leute werden sich dann in ihren Löchern verstecken - wenn es heißt "ja es ist uns gelungen, Gäste zu verscheuchen und zu verschrecken" - aber leider sind jetzt tausende Arbeitslos. Aber wir haben ja eh das AMS !
Es gibt so viele Gemeinden, die sich unsere Situation bzw. unser Luxusproblem wünschen, es stehen genug bereit !
Also - läßt euch von den Wahlwerbenden impfen - es kommt sowieso anders !
Und bitte an alle Größen unserer Gemeinden - wer braucht diese Medienwirksamen Vorbeter wie diese in der Ramsau präsentierten ? Können wir das nicht mehr Regional lösen ? Schlimm !

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KarlZoech
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@ reknau: Folgt man Ihrer Denkweise, so müsste man ja zusehen,

dass man noch viel mehr Menschen herlockt, welche hier ihre Zweitwohnsitze (Feriendörfer, Chalets usw.) errichten, die wieder die Landschaft noch mehr verhütteln, die Grundpreise noch mehr in für Einheimische nicht leistbare Höhen treiben. Ständig mehr Arbeitsplätze wären und steigender Wohlstand uns gewiss. Seltsame Logik..... Da könnten wir gleich auch unsere Landschaften (das Ennstal z.B.) mit sechsspurigen Autobahnen zubetonieren, denn Autobahnbau bringt doch auch Arbeitsplätze, oder?

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michael.stmk
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Ganz klar,

viele profitieren bei uns vom Tourismus. Aber nur ein ganz kleiner Kreis profitiert momentan so richtig davon (nml. Bauträger von nah und fern...). Auf den großen Rest wird der Druck immer größer.

Um die angesprochenen Branchen mache ich mir tatsächlich auch sorgen, aber nur deshalb, weil sehr viele auf der Suche nach Personal sind. Ich denke, es werden alle überleben, auch wenn nicht zusätzliche 3000 Betten kommen.

Zweitwohnsitzer bringen sicher etwas Wertschöpfung mit sich, kosten aber auch einiges an Infrastruktur etc... Was bleibt dann noch über und steht das dann noch dafür, dass man so viel verbaut?

Ich glaube keiner bei uns will Gäste "verscheuchen", aber "verschreckt" werden sie mittlerweile leider ohnehin schon, wenn sie beispielsweise in Weißenbach parken müssen um auf den Hauser Kaibling zu kommen.

Weiterentwicklung ist gut und muss sein. Weiterentwicklung ist aber nicht zwangsweise immer nur mehr und mehr, man kann sich auch qualitativ weiter entwickeln.

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Ennstaler
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Sehr gescheite Frau....

Ob das auch tatsächlich umgesetzt wird darf man als gelernter Österreicher aber stark bezweifeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser dringende Appell von Schladmings Gemeinderat gehört oder gar umgesetzt wird und der Jugend in der Region wieder eine faire Chance gegeben wird kann ich mir bei der derzeitigen politischen Wetterlage nicht vorstellen....

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Liezen
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Wenn

Gemeindepolitik und Immobiliengeschäfte sich kreuzen wird’s schwierig.

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