ZIB2-InterviewElisabeth Hakel: "Wurde mehrfach sexuell belästigt"

Die ehemalige Nationalrätin Elisabeth Hakel stand am Donnerstagabend in der ZIB2 (ORF) für ein Interview zum Thema sexuelle Belästigung zur Verfügung. Die Liezenerin sprach von mehrfachen Belästigungen, vor allem in ihrem Heimatbezirk.

Hakel schilderte im Fernsehen © (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

Die ehemalige Nationalrätin Elisabeth Hakel stand am Donnerstagabend in der ZIB2 (ORF) für ein Interview zum Thema sexuelle Belästigung zur Verfügung. Die Liezenerin sprach von mehrfachen Belästigungen, vor allem in ihrem Heimatbezirk. Sie sprach etwa davon, dass ihr sogar unter das Dirndl gegriffen wurde. Bei Referaten wurde ihr gesagt, dass es egal sei, was sie referiert, sie solle nur "etwas herzeigen".

"Und ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Frau so etwas schon einmal widerfahren ist", so die werdende Mama. "Mit 30 Jahren war ich selbst peinlich berührt und habe gehofft, dass den Sager niemand gehört hat. Heute denke ich anders", meint die jetzt 39-Jährige. Reaktionen an sich hat es auf das Interview nicht gegeben, auf Facebook wurde Hakel aber in ihrem Auftritt bestärkt. "Das ist war sehr mutig", hieß es unter anderem.

Kommentare (8)

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homerjsimpson
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Schon spannend wenn man die Postings so liest...

...dann ist sexuelle Belästigung offensichtlich das einzige Verbrechen, an dem nur die Opfer schuld sind. Bravo meine Herren und (ich fürchte) auch Damen. Wenn einer Frau ein Mann in den Genitalbereich greift, ist das passiert und kein Wehren dieser Welt macht das ungeschehen. Schlimm diese Haltung gegenüber Opfern, und die gibt es, egal ob man jetzt im Einzelfall einer Frau glaubt (würde sie berichten ein "Asylant" hätte sie belästigt, eure Empörung würde zu 99% sofort der armen Frau gehören).

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DaKritker
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Ich war Chef in einer Firma mit 70 Frauen!

Keine meiner Mitarbeiterinnen hätten sich jemals betatschen lassen! Auch nicht von Kunden! Übergriffe sind sofort abzustellen und nachhaltig! Jede MA wusste wie man sich nachhaltig wehrt gegen diese Angriffe! Nach ein paar Jahren daherkommen und was zu behaupten ohne dies jemals beweisen zu können ist einfach nur dumm.

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homerjsimpson
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Sie kannten alle ihre 70 Mitarbeiterinnen so genau,

dass Sie ausschließen können, dass die je belästigt wurden. Im Lila-Träumeland vlt, aber in der Realität sicher nicht.

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fwf
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Nicht dumm,

sondern niederträchtig. Nach Jahren einen anpatzen können sich diese feinen Damen auch ersparen. Früher einmal hat man den Grapschern spontan auf die Finger geklopft und das Problem war erledigt.
und ich meine, bei charismatischen Frauen kommt "Mann" sowieso nicht auf die Idee zu grapschen.

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Langberg
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Nicht gerne

Ich sag's wirklich nicht gerne, aber bei verbalen Übergriffigkeiten Frauen gegenüber, wie wär's denn mal mit: Kusch, Tepperter! und im Notfall mit einer ordentlichen Tetschn (anstatt ständig im Nachhinein zu jammern nämlich)......

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redfoxl
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Verwunderlich

Ist doch ein bisschen verwunderlich: In ihrer langjährigen ,,Amtszeit" hat die Dame nichts von den gar so schlimmen Belästigungen bekanntgegeben. Jetzt, als Ex-Abgeordnete, fällt ihr das alles wieder ein ....

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Mein Graz
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@foxl

nein, ist es nicht.
bisher wurden sexuelle übergriffe totgeschwiegen, denn es waren die frauen, die nach dem bekanntwerden litten:
es wurde angezweifelt (so wie bei dir), es gab statements, dass die frauen es ja so wollen, es wurde gefragt, warum sie dies oder jenes angezogen hat, weil das ja "aufreizend" ist, sager wie: sei nicht so zimperlich waren an der tagesordnung, usw.usf.

häufig wurde opfer-täter-umkehr betrieben. die frau wollte es, der mann war der "tolle hecht".

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Wildheart
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Es ist verwunderlich!!!

"Statements" hin oder her, auch ein Diebstahl wird nicht glaubwürdiger, wenn er erst Jahre später angezeigt wird. Und bei polizeilichen Ermittlungen wird immer auch der Wahrheitsgehalt der Beschuldigung geprüft, das gehört zu einer ordentlichen Ermittlung dazu.

Tatsächlich wollen sich viele interessant machen und fahren begeistert auf dem "Me to"-Trittbrett mit, denn wann gibt es eine bessere Gelegenheit? Oder es werden ganz andere Ziele verfolgt.

Und ganz konkret zu Elisabeth Hakel: Wann, wo und wodurch hat sie bisher mediale Präsenz erreicht? Ich kann mich an nichts erinnern.

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