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ZUKUNFT DES WINTERSPORTS

Der Kampf der Seilbahner um ihre Gäste

Mangel an Nachwuchs, Klimawandel, Kostenexplosionen – das Geschäft mit dem Skitourismus wird härter. Wie die Seilbahn-Manager sich für die neuen Herausforderungen rüsten.

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Wie geht's weiter mit dem Wintertourismus?
Wie geht's weiter mit dem Wintertourismus? © APA/Gindl
 

Prächtige Schneebedingungen, feine Wetterprognosen, volle Betten. Die steirischen Semesterferien sind für die Skigebiete des Landes „mit Abstand die beste Woche des Jahres“, ist Planaibahnen-Chef Georg Bliem in Hochstimmung: „Auch weil in Bayern und Baden Württemberg Ferien sind. Es wäre uns fast lieber, dass das noch besser aufgeteilt würde.“

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elkland
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Familien können sich das Schifahren nicht mehr leisten

wir sind eine Familie mit 2 Kindern unter 6 Jahren, möchten unseren Kindern das Schifahren auf alle Fälle ermöglichen und investieren dafür auch Zeit und Geld. Allerdings stehen mir die Haare zu Berge, wenn im gesamten Ennstal die Kinder unter 6 Jahren 5 EURO für eine "EIGENE" Schikarte zahlen müssen, damit sie als vollwertiger Schifahren gelten und aus Versicherungstechnischen Gründen - 1. treten die Seilbahnen sowieso sämtliche Verwantwortung ab (Eltern haften für ihre Kinder) und 2. kann ein 3jähriges Kind einen Lift sicher nicht alleine benutzen, geschweige denn können wir als Eltern die Karte um fast EUR 50,-- niemals nutzen, da man hauptsächlich am Tellerlift unterwegs ist bzw. viel. max. 1x die Gondel nach oben benutzt.
Soviel zur Förderung der Familien!!!!

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... das Geschäft mit dem Skitourismus wird härter. Wie die Seilbahn-Manager sich für die neuen Herausforderungen rüsten?

Der Förderungswahn "in die Wirtschaft" schaffte die Zustände, wie wir sie heute haben:

So ganz frei - ohne jeden Bedarf wurden Regionen mit Liften vollgepflastert um einigen Ortskaisern auf des Steuerzahlers Kosten den Selbstwert zu heben. Die wundersame Gästevermehrung ist nicht zu schaffen: Otto Österreicher hat kein Geld mehr in der Tasche.

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..der schitourismus wird ja nur mehr durch Steuergeld am leben gehalten......aber spätestens 10 jahre sind 50% der gebiete weg vom fenster.....!

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Die Krise im Tourismus nicht ernst genommen

Haben vor allem die Partei nahen Sprecher des Tourismus wie der Herr Bliem. Er kann gut lachen, bekam doch sein Gebiet eine 6 stellige Millionen Investion wo der Steuerzahler haftet zu 100%. Und es ist kein Ende in Sicht Dazu kommt nun der Wildpark Mautern.
Nicht nur die Überalterung in Europa ist Schuld, sondern schlechte Angebote. Urlaub = Schilaufen dann im Hotel verweilen. Die Infrastruktur der Ortskerne hängt nach.Die Angebote für Ältere Personen sind spärlich. Kinder vernachlässigte man. Keine Schilifte, Rodelbahnen, Kinder Erlebnisland z.B. im
Tal, diese benötigen Apres Fun.Hoffnung
auf Chinesen gibt es nicht, die kommen nicht um Schiläufern zuzuschauen. der
Markt bleibt Deutschland, Holland, Österreich. Die anderen müssen noch gewonnen werden.Von der LRG wäre erwünscht anzugeben, wie man sich Touristik in Zukunft vorstellt, bis nun hat STMK wenig Wachstum, außer frisierte
Statistiken. Die Krise ist längst vor Ort.

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Pegaso65
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Preis

Der Preis alleine ist es nicht. Wenn man zB die Hebalm hernimmt, dann wird das klar. Hier fahren die Kids bis 14 Jahre gratis! Aber hier wird dafür der bestehenden Schischule der Hahn abgedreht. Man will sich "neu orientieren" und "neue Zielgruppen" ansprechen. Welche denn? Ölscheichs? Russen? Da liegt unter anderem der Hase im Pfeffer. Jeder will das Rad neu erfinden.

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Schoebinger
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Mir graut es!

Ein Eislaufplatz auf einem Gipfel...Was kommt als nächstes? 2030 dann ein Einkaufszentrum vielleicht, wer weiß. Der Berg wird massakriert, um eine Tourismussparte zu erhalten, die langfristig nicht zukunftsfähig ist.
Es ist klar, unsere Region lebt zum großen Teil vom Tourismus, aber langfristig schaut es bitter aus. Entweder der Tourismus geht unter oder die Natur muss dafür herhalten, um einen Erlebnistourismus zu bieten, der, so wie es auch Messner immer wieder betont, keinen Platz für Entschleunigung bietet. Mir graut.

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q85xl75vz5kbvwvg0ky3ibgenue7zajv
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... klar, unsere Region lebt zum großen Teil vom Tourismus:

Irrtum: "Euer Tourismus" lebt von "offener Hand"!

Beherbungsbetrieben müssen die Energiekosten erstattet werden; Die Hotelerie ist jene Sparte mit dem dünnsten Eigenkapital und tümpelt zwischen zusperren und Versteigerung - Schandlöhne lassen ganze Regionen verarmen.

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flatulenzia
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Nach den banken

... werden die Steuerzahler die Seilbahnen "retten" dürfen, im Bundesland Salzburg wird schon fest gerettet (Alpendorf St.Johann, Werfenweng, Dachsteinwest usw. usw.) !

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Planaibahnenmanagement

und viele andere versagten und haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Es ging immer nur um die Gewinne und wer als erster mit dem Liftbetrieb im "Oktober-November" (!) beginnt. Nepperei der Gäste stand im Vordergrund und sonst nichts. Der Normalverbraucher, Familien mit Kinder können sich den Schisport einfach nicht mehr leisten und es ist traurig, dass nicht gegengesteuert wurde und wird.
Und die kurze Freude, dass die ehemaligen Ostblockländer die Rettung bringen hat nicht sehr lange gedauert.
Das Management hat versagt und war und ist unfähig dies zu erkennen.

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Skifahren für Familien zu teuer?

eine Mittelstandsfamilie kann sich diesen schönen Sport schon noch leisten, aber für sozial niedriger gestellte Arbeiterschichten geht sich das nicht mehr aus.
War aber schon immer so.

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@tschenifa

Meine Eltern gehörten definitiv nicht zum Mittelstand sondern zu den eher einkommensschwachen Schichten. Trotzdem ging sich das Schi fahren für uns - ich hatte 3 Geschwister - aus. Also war das nicht schon "immer so".
Heute kann sich eine Familie mit 3 Kindern einen Schitag nur mehr leisten, wenn sie zum gehobenen Mittelstand gehören.

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Tja, früher hatten wir noch den harten Schilling

Heute haben wir die EU-Osterweiterung und den weichen Euro, das kostet halt am Ende unseren Wohlstand.

Jörg Haider hatte bereits vor 16 Jahren davor gewarnt.

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lieschenmueller
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@Playthegame

Nur, der gehobene Mittelstand bricht langsam weg. Heute verdient ein junger Akademiker soviel, bessergesagt sowenig, wie früher ein Büroangestellter. Schifahren lernten wir damals auf irgendeinem Hügerl, ohne Lift. Dann ging es mit Familie auf Schlepplifte, Preis und Schwierigkeitsgrad für Kinder ideal. Gibt es immer weniger. Siehe Alpl. Und die Aussage von Hr. Bliem, noch mehr eingreifen der Tourismusindustrie in die Ferienplanung der Bundesländer bzw. auch derer im Ausland - klar, alles sollte sich danach richten ....... Am liebsten wären denen wohl wieder verpflichtende Schikurse. Spielt es zum Glück nicht mehr! Jedem Geschäftsbereich weht ein rauer Wind entgegen, sei es Konkurrenz oder in dem Fall halt das Wetter. Und nicht zu vergessen die Preisgestaltung.

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nar75i1n22vlc6v4iur2nnfvcnx9oojn
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vollkommen richtig....

..früher waren bei jedem wetter die hügeln voll von kindern auf den brettln.....!..heute sitzen sie halt vor dem Computer!
..habe kürzlich mit meinem Hund eine zwei-tages- winterwanderung gemacht!
..ich habe KEIN EINZIGES Kind im freien spielen gesehen.....!..nicht zu fassen1

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zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
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@lieschenmueller

Du hast völlig recht.
Ich kann mich an den Schlepplift in Graden erinnern: unsere Familie hat den ganzen Hang gestaffelt (Pistenraupe gab es dort nicht), dafür durften unsere Eltern dann gratis fahren. Den Lift gibts schon lang nicht mehr...
War mühsam, aber wir hatten alle eine tolle Kondition *ggg*

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lieschenmueller
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:-)

Wir hatten zum Schifahrenlernen nicht mal die Eltern dabei. Bei uns hieß dieser Hügel die "Lenzbauerleitn", ältere Kinder nahmen die kleineren mit, raufstaffeln, runterfahren - bis der Nachmittag um war und es dämmrig wurde. Die Zeiten ändern sich, gibt es heute nicht mehr. Schifahrenmäßig bin ich ziemlich talentfrei, mein Mann fährt ausgezeichnet. Wir waren schon ewig nicht und ich habe ehrlichgesagt auch kein Bedürfnis mehr danach. Dem Kind haben wir es damals gelehrt, das finde ich wichtig. Eislaufen, Schifahren und Schwimmen, das sollten Mama und Papa zeigen.

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nar75i1n22vlc6v4iur2nnfvcnx9oojn
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..bei uns war es gar sehr verpönt, die Eltern dabei zu haben....die grossen sorgten sich um die kleinen...ein perfektes soziales System!

..und heute:..wenn ich nur an die Helikopter Eltern denke..wird mir schlecht!

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zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
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@lieschenmueller

Unsere Eltern waren auch nur zum Wochenende dabei. Unter der Woche waren wir am "Katzenriegl" oder auf dem Ruckerlberg. Beides ist heute verbaut - aber nicht mit Liften ;-))
Ja, Kinder sollten möglichst viel von den Eltern lernen, und nicht nur beim Sport, sondern auch Alltägliches.

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lieschenmueller
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@Playthegame

Vielleicht idealisiert man ab einem gewissen Alter das Früher. Ganz abgesehen vom Schifahren, ich empfinde, wir haben zum Kindsein, zum Einstieg ins Berufsleben und auch für dieses, nicht die schlechteste Zeit erwischt. Bin Jahrgang 1961.

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@lieschenmüller

bin ganz ihrer Meinung (Jahrgang 51). Ich denke, wir hatten damals trotzdem gute Zeiten. Das "staffeln" am Hang war ohnehin normal, aber dann die erste Abfahrt mit den präparierten (Toko Wachs Silber) Holzbrettln ...

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lieschenmueller
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@Pomodore

Und erst das Springen über die aus Schnee selbstgebaute "Schanze" - gg

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@lieschenmueller

Ich wollte mit meinen Postings auf keinen Fall ausdrücken, dass früher alles besser war. Manches ist einfacher geworden, manches schwieriger.
Ich finde, man sollte den Zeitraum, in dem man sich gerade befindet, genießen und nutzen und versuchen, mit der Zeit zu gehen und "jung" zu bleiben - wobei das manchmal bei Gleichaltrigen auf Unverständnis stößt.
(Ich bin ein paar Jährchen älter als du)

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nar75i1n22vlc6v4iur2nnfvcnx9oojn
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jahrgang 55.....

..wir hatten eine tolle zeit!..das spielen im freien war absolut gängig!...und wenn man aufgrund von fehlverhalten strafweise mal nicht ins freie durfte...war das wohl die höchste strafe!...und heute ist es ganz umgekehrt!

..kürzlich gelesen:....in Deutschland haben 60% der kinder bis 12 jahren noch nie selbständig einen baum bestiegen!!!!

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lieschenmueller
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@IQ150

Ganz im Vertrauen, da bin ich auch nie raufgekommen, auf einen Baum, so sehr ich es auch versucht habe ;-). Trotz ganz schlankem Kind sein. Dafür aber auf die Teppichklopfstange, da konnte ich mich sogar einhängen und mit dem Kopf nach unten lassen. Wo gibt es heutzutage noch eine Klopfstange? Fahrradfahren ohne Helm, ich könnte mich nicht erinnern, dass sich da jemand ernsthaft verletzt hätte. Wir sind nie gebracht und abgeholt worden. Auch zum Schifahren auf dem Hügel, die Schi auf einen Schlitten - sogar wenn wenig Schnee auf der Straße war, da sind wir irgendwie dahingerumpelt - und ab ging die Post. Sogar als damals noch nichtschwimmenkönnendes Kind, wir sind allein ins Schwimmbad und haben es dort gelernt. Wenn man das heute tut, bekommt man wahrscheinlich eine Anzeige. Mir als Einzelkind war es nie fad. Runter in den "Hof", da waren Kinder im Alter von - bis, eine Kreide zum "Kastelhupfen" fand sich immer ... LG

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lieschenmueller
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@Playthegame

Nein, nein, das habe ich ganz allein auf mich bezogen. Ich hinterfrage das oft und komme zum Entschluss, nicht tauschen zu wollen - was ohnehin nicht ginge - und ja, natürlich im Jetzt zu leben - es gehört einem nur der Moment, was morgen ist, wer weiß das schon ... Schönen Sonntag noch an alle hier!

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