Am BG/BRG Stainach nimmt man nun einen zweiten Anlauf auf der Suche nach einer neuen Leitung. Die erste Ausschreibung vergangenes Jahr – nachdem die langjährige Direktorin Ulrike Pieslinger im Sommer in Pension ging – war nicht von Erfolg gekrönt. Es gab nur einen Bewerber aus der Schweiz, der seinen Antrag aber vor Ende des Verfahrens zurückzog. Mit Start des neuen Schuljahres 2025/26 übernahm Thomas Jeide, Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politische Bildung, interimsmäßig die Agenden. (wir berichteten)

Mit Ende Februar wurde die Stelle erneut ausgeschrieben, bestätigt man auf Nachfrage bei der Bildungsdirektion. Bis 25. März ist eine Bewerbung möglich. Danach werden „geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Hearing eingeladen“. Die dafür eingesetzte Begutachtungskommission – bestehend aus Bildungsdirektion, Bildungsministerium und Personalvertretung – wird dem Ministerium daraus einen Besetzungsvorschlag unterbreiten. Die Letztentscheidung liegt in Wien. „Ehestmöglich“ soll es dann in Stainach eine neue Direktorin oder einen neuen Direktor geben.

Schule in „geordnetes Fahrwasser“ bringen

Wie viele Personen sich letztendlich bewerben, ist naturgemäß noch nicht bekannt, einer ist aber fix: der provisorische Schulleiter Thomas Jeide. „Die Schule soll wieder in geordnetes Fahrwasser kommen. Es war auch der Wunsch des Kollegiums und der Elternvertreter, dass ich es mache“, erklärt er im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Demnach wird sich auch niemand anderes direkt aus der Schule bewerben.

615 Schülerinnen und Schüler in 27 Klassen besuchen derzeit das BG/BRG Stainach
615 Schülerinnen und Schüler in 27 Klassen besuchen derzeit das BG/BRG Stainach © KLZ / Veronika Höflehner

Der Vorteil an einem internen Kandidaten: „Man kann regulär schneller wieder weiterarbeiten“, sagt der Altausseer mit deutschen Wurzeln aus Erfahrung. Nach einer Einarbeitungsphase sei er definitiv angekommen: „Es läuft gut, auch weil wir an der Schule ein eingespieltes Team sind. Viele Dinge wusste ich natürlich schon, in neue wie Budgetplanung und Verwaltungstätigkeiten kommt man rein.“

Ein möglicher Ausschlussgrund für Jeide als Direktor ist, dass auch seine Frau Daniela Jeide an der Schule unterrichtet. Wie geht er damit um? „Das hat sich nicht geändert. Für den Fall, dass die Entscheidung auf mich fällt, muss man sich das ansehen und eine gesetzeskonforme Lösung finden.“