Es sind 82 an der Zahl, insgesamt unterrichten sie 1978 Schüler: die Pädagoginnen und Pädagogen der fünf öffentlich-rechtlichen Musikschulen des Bezirks. Ihre Qualität beziehungsweise ihr Können einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und die Vernetzung zwischen ihnen zu fördern: Das sind die Ziele, die die Direktoren verfolgen. Ein großes Konzert soll den Weg dazu ebnen, über die Bühne geht es am kommenden Dienstag, 10. März, ab 19 Uhr in der Kulturhalle in Gröbming. Im Repertoire haben die 47 Lehrer, die muszierenderweise mit dabei sind, „unser gesamtes Ausbildungsangebot“, erklärt Gerhard Lipp, Leiter der Musikschule Gröbming.

Auch die Lehrer ins Boot holen

„Wir Direktoren sind schon gut vernetzt. Wir sind die Einzigen in der ganzen Steiermark, die bezirksintern so gut zusammenarbeiten. Und jetzt wollen wir auch die Lehrer ins Boot holen“, ergänzt Susanne Greimel, Direktorin der Musikschule Liezen. Vor drei Jahren haben die Schulleiter beschlossen, enger zusammenarbeiten zu wollen. Warum? „Ab 2018 hat es unterschiedliche Beiträge für unsere Einrichtungen gegeben. Wir wollte verhindern, dass es zu einem Musikschultourismus kommt und deshalb schauen, dass wir gleiche Beiträge schaffen“, berichtet Horst Krammer, der der Musikschule Schladming vorsteht.

Das hat man erreicht, die Zusammenarbeit ist geblieben. Einmal pro Semester kommen die Direktoren zusammen, diskutiert wird bei den Treffen „Organisatorisches, wir tauschen uns über die Belange der Schule aus. Immerhin hat jeder einen anderen Zugang, wie er Probleme angeht“.

„Kennen macht vieles leichter“

Eines davon ist der Lehrermangel. Auch was das angeht, sieht man Vernetzung als wichtiges Instrument an. „Wenn man sich untereinander kennt, macht das vieles leichter. Etwa, wenn ein Lehrer wechseln will“, ist sich Peter Mayerhofer von der Musikschule Paltental sicher. Und Greimel ergänzt: „Wir versuchen, die Lehrer bei uns zu behalten und zu schauen, dass sie hier ihren Lebensmittelpunkt haben.“

Einige Pädagogen haben sich schon zu verschiedenen Projekten zusammengefunden. So hat sich etwa das Streichorchester „Camerata Ennstoi“ gebildet, auch Tuba- und Posaunenlehrer haben sich zusammengetan. Und am 11. und 12. April konzertiert das Flötenorchester Ennstal/Ausseerland in Liezen und Gröbming. „Zusammenrücken und gemeinsam etwas machen wird hoffentlich auch noch auf andere Instrumentengruppen übergreifen“, wünscht sich Krammer.

Konzert als Präsentationsplattform

Doch zurück zum Konzert am Dienstag. „Wir gehen davon aus, dass es gut angenommen wird. Wenn dem so ist, wird das Konzert jedes Jahr an einem anderen Ort stattfinden - und so zur Präsentationsplattform für die Musikschulen“, schließt Mayer.