Einen Angehörigen zu pflegen, dazu braucht es ein starkes Nervenkostüm und ein funktionierendes Hilfsnetz. Wenn in diesem Netz ein starker Pfeiler aber plötzlich wegfällt, kann das einen Hürdenlauf nach sich ziehen. Davon weiß eine Ramsauerin zu berichten. Bei ihrem dementen, querschnittsgelähmten Vater wäre ein Katheterwechsel notwendig gewesen, ein Aufwand von zehn Minuten. „Normalerweise kommt unser Hausarzt dafür zu uns nach Hause“, erzählt sie. Denn der 76-Jährige ist nicht transportfähig.
Telefonmarathon nötig
Pflegende Angehörige verzweifelt: Hürdenlauf für einen einfachen Eingriff
Weil der Hausarzt auf Urlaub war, wurde ein einfacher Katheterwechsel bei einem querschnittsgelähmten Pflegefall zur fast unlösbaren Aufgabe. Ärztekammer sieht Strukturproblem.
© Elmar Gubisch