Lassing nimmt in der kommenden Woche Abschied. Abschied von Altbürgermeister Fritz Stangl, der 20 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde geleitet und nun seine Augen für immer geschlossen hat. Impulsiv und gleichzeitig mitfühlend, umtriebig, ein Familienmensch, ein leidenschaftlicher Gemeindepolitiker und Segler: So beschreibt Engelbert Schaunitzer, Bürgermeister von Lassing, seinen Vorgänger. Einen Mann, der einen großen Teil seines Lebens der Gemeindepolitik gewidmet hat.
45 Jahre im Dienste der Gemeinde
So sei ihm unter anderem der Bau der „Seniorenhoamat“ ein großes Anliegen gewesen. Nachdem sie fertig war, „hat er oft gesagt, in der Nacht schaut sie aus wie ein Kreuzfahrtschiff vor Anker“, erinnert sich sein Nachfolger schmunzelnd. Darüber hinaus war der KFZ-Meister und -Sachverständige einst Obmann des Fremdenverkehrsvereins, „ohne dass er überhaupt selbst ein Quartier zu vermieten gehabt hat. Auch der Skiliftverein ist unter ihm gegründet worden“.
Die Freude am Segeln gerne geteilt
In seiner Freizeit hegte Stangl große Begeisterung fürs Segeln. Nicht nur die heimischen Gewässer, auch das Mittelmeer war Ziel für Törns, zu denen Stangl oft Freunde und Bekannte mitgenommen hat. „Es war für ihn das Highlight im Jahr, wenn er seine Segelfreude hat teilen können“, erzählt Schaunitzer. Darüber hinaus war Stangl auch Präsident des Steirischen Segelverbandes.
Was die Gemeindepolitik betrifft, war für ihn im Jahr 2020, mit 72 Jahren, dann aber klar: „Jetzt ist es genug.“ Der Ehrenringträger der Gemeinde Lassing und Träger des Großen Ehrenzeichens des Landes Steiermark zog sich aus der Politik zurück. Und widmete sich verstärkt seiner Familie, bestehend aus Gattin Elfi, den Töchtern Alexandra und Mariella, den Schwiegersöhnen Gerald und Michael sowie den Enkelkindern Lukas und Tobias.
Begräbnis am kommenden Dienstag
Am vergangenen Samstag endete schließlich der Weg Stangls auf Erden, er verstarb im Alter von 78 Jahren. Der Altbürgermeister ist am Montag, 18. August, in der Aufbahrungshalle in Lassing aufgebahrt. Tags darauf wird er um 14 Uhr vom Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr zum Trauergottesdienst in die Pfarrkirche geleitet und nach dem Requiem im Familiengrab beigesetzt.