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Gemeindefusionen-Bilanz"Politisch ist die Rechnung vermutlich beglichen"

Experten orten auch „politische Kosten“ durch Gemeindefusionen. Des Bürgers Stimme hat in zusammengelegten Kommunen an Wert verloren. SPÖ und ÖVP wurden 2015 abgestraft. Aber für das Wahljahr 2020 dürfte der Reformstress bewältigt sein.

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Mit einem blauen Auge sind die Reformpartner bei den Gemeinderatswahlen 2015 davon gekommen
Mit einem blauen Auge sind die Reformpartner bei den Gemeinderatswahlen 2015 davon gekommen © Petar Pismestrovic
 

Mögen auch die Kosten- und Spareffekte der steirischen Gemeindefusionen wissenschaftlich noch nicht evaluiert sein (wir berichteten): Das steirische Projekt 2015 ist bereits zum Forschungsgegenstand geworden – bezüglich bisher eher vernachlässigter, „politischen Kosten von Gebietsreformen“. Felix Rösel von „ifo Dresden“ hat am Beispiel der Grünen Mark den „demokratiepolitisch scharfen Einschnitt“ beleuchtet.

Kommentare (4)

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Windstille
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Lustige Rechnung!

Wie viel ist meine Stimme weniger wert? 2010 waren in den drei Gemeinden Fürstenfeld, Übersbach und Altenmarkt 55 Gemeinderäte, davon waren in meiner Heimatstadt Fürstenfeld 25 - wie 2015 und bei der Wahl 2020. Meine Stimme hatte nie etwas mit den 30 GemeinderätInnen in Übersbach und Altenmarkt zu tun, also ist das für mich eine Milchmädchenrechnung.

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reschal
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Populisten

Leider rennt ein Großteil der Bevölkerung den selbsternannten Anständigen u. Fleißigen nach. Ich habe, trotz guten Willens, in den letzen 30 Jahren in keinster Weise erkennen können, dass die was G'scheites zusammengebracht haben. Weder kommunal, noch auf Landes- oder Ministerebene.

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alsoalso
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Konzeptlos oder mit Zufallsgenerator

Wenn man die Gemeindezusammenlegungen von 2015 im nachhinein betrachtet, erkennt man nicht ein Konzept, sondern denkt an hintergründige Absichten - oder war der Zufallsgenerator am Werk? Schaut man sich beispielsweise Graz-Umgebung an : Wie kann man Gschnaidt mit Gratwein zusammenlegen? Gschnaidt hätte viel besser zu Stiwoll gepasst. Oder warum hat man das kleine Stiwoll alleine gelassen? St.Oswald/Plankenwart und St. Bartholomä haben vorbildlich eine gemeinsame Feuerwehr - aber die Gemeinden hat man nicht zusammengelegt ! Deutschfeistritz wurde mit Großstübing zusammengelegt - das ist verständlich. Aber warum hat man nicht Peggau auch dazu genommen? Die Pfarre erstreckt sich über beide Gemeinden...die meisten Vereine hier haben ihr Tätigkeitsgebiet über die beiden Gemeinden. Im Feuerwehrwesen gibt es teilweise schon Kuriositäten. So hat Deutschfeistritz nur 1km im Abstand entfernt zwei neue Feuerwehrhäuser - nämlich Deutschfeistritz und Kleinstübing

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Nixalsverdruss
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Es gibt so viele Experten...

... die leider mit der Basis nichts zu tun haben.
Die Fusion als Verwaltungsreform zu sehen ist eine sehr begrenzte Sicht der Dinge.
Gemeinde ist mehr:
Gemeinschaft, Zusammenhalt, etc. - Dinge bzw. eine Gefühlsebene, die dem urbanen Menschen weitestgehend fremd sind.
Wer bei den nächsten Wahlen - Komune eher als Land - dieses Bedürfnis der Bevölkerung erkennt und auch bedient, wird die Wahlen haushoch gewinnen...

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