400 Teilnehmer, 300 PolizistenFriedliches Ende der Akademikerball-Demo in Graz

Auch nach der Demonstration befürchtete Krawalle blieben aus.

Demo gegen den Akademikerball © Josef Fröhlich
 

"Wir demonstrieren unter dem Motto ,Burschenschafter raus aus der Regierung", sagte Peter Drechsler am Samstag zu Beginn der Demo am Grazer Griesplatz. Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend und Sprecher der Offensive gegen Rechts betont, er lege Wert auf Gewaltfreiheit, dementsprechend rief er die Teilnehmer über Lautsprecher auf, friedlich zu demonstrieren. Mit Trillerpfeifen und Plakaten ausgerüstet zogen kurz nach 17 Uhr laut Schätzung der Polizei rund 400 Demonstranten vom Griesplatz über den Grieskai Richtung Hauptplatz, wo der Zug wenige Minuten nach 18 Uhr zu einer Abschlusskundgebung ankam. Gegen 20 Uhr war die Demonstration offiziell beendet: "Bisher verlief der Einsatz für uns zufriedenstellend", heißt es vonseiten der Polizei.

Demo gegen den Akademikerball

Auch Befürchtungen, wonach es nach Ende der offiziellen Demo Krawalle geben könnte, bewahrheiteten sich nicht: "Alles ruhig", bestätigte Landespolizeidirektion-Sprecher Markus Lamb gegen 22 Uhr.

Schon in den vergangenen Jahren hatte es auch in Graz Demos gegen den Ball gegeben, nach einem turbulenten Auftakt 2015 ging es zuletzt aber deutlich friedlicher zu.

Anlass für die Demo war der Samstag Abend stattfindende 66. Akademikerball der Burschenschaften  

Die Polizei rüstete sich für den Ball  wieder mit zusätzlichen Kräften aus Wien, Niederösterreich, Burgenland und Kärnten. 300 Polizisten inklusive Verfassungsschützer waren im Einsatz. Um den Grazer Congress wurde ein Platzverbot verhängt, damit ein reibungsloser Zugang zum Ball möglich ist. Dieses Verbot blieb bis in die Nacht aufrecht.

Vom Griesplatz Richtung Innenstadt Foto © Josef Fröhlich

FPÖ-Vizebürgermeister Mario Eustacchio hoffte im Vorfeld auf eine friedliche Demo und einen „schönen Ball“: „Ich habe kein Problem mit Demonstrationen, aber mit Gewalt sehr wohl.“ Natürlich bestehe das Risiko, dass bei der Demo eine gewisse Dynamik gebe, weil "wir nun nach Schwarz-Blau in Graz auch Schwarz-Blau im Bund haben", so der Grazer FPÖ-Chef.

Kritik kam im Vorfeld von den Grünen: Stadträtin Tina Wirnsberger monierte, dass die Stadt Graz dem Ball im Congress eine öffentliche Bühne biete. Auch forderte sie Eustacchio auf, sich von "der neofaschistischen Radaugruppe endlich distanzieren". Der Politiker war 2015 bei einer Demo in Spielfeld u. a. mit den Identitären. 

Kommentare (13)

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tannenbaum
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Schade,

das Wiener FPÖ Boulevardblatt hätte gerne massive Ausschreitungen gesehen! Hat leider nicht stattgefunden! Jetzt sind sie "Schmästad "!

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oros5
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warum ?

Der Akademikerball wird als Argument verwendet um gegen die neue Regierung zu demonstrieren......es gäbe viele andere Themen.... gegen die Regierung zu demonstrieren obwohl die ja noch gar keinen Grund geliefert haben zeigt von einer beleidgten Leberwurstmentalität.......die Genossen sollten besser für etwas Kämpfen als gegen etwas.....

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Bertl1970
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Akademikerball

Dagegen zu demonstrieren das man im Congress einen Ball abhält finde ich unnötig.Das diese Demo friedlich verlief ist auch den eingesetzten Polizeikräften zu verdanken.PS.: Was wäre in den Medien los,wenn die FPÖ gg. AK Ball demonstrieren wollte.

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isogs
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Der

Veranstalter hat für die Sicherheit zu sorgen und auch zu bezahlen. Wie bei jeden anderen Ball die Security zu bezahlen ist.
Gottseidank dürfen wir noch demonstrieren, wer weis wie lange noch..
man denke 70 Jahre zurück, schon alles vergessen?

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hakre
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!

wer waren die veranstalter dieser Demonstration? meinst du, dass diese den Einsatz der Polizei zu bezahlen haben?

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altbayer
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70 Jahre

.... und vor 70 Jahren (1948) haben wir bis auf die "rot besetzten" Gebieten wieder demonstrieren dürfen.

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tannenbaum
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Ich

wäre für ein Platzverbot für Rechtsextreme!

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altbayer
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Rechtsextreme

Für Rechtsextreme gibt es Gott sei Dank ein Verbot in Österreich.
Ich habe auch keine Freude mit den Akademikerball und den Klientel des Balls.
Aber wo beginnt für euch das Rechtsextreme?
- ist vielleicht der Bauernbundball auch schon zu rechtsextrem?
Da laufen doch 16.000 Menschen in heimatlicher Tracht herum.

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CIAO
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aber die gehen e net demonstrieren.

Wenn doch wo und wann bitte?

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matthew
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Demo

Nach meiner Meinung müsste der Veranstalter der Demo denn ganzen Polizeieinsatz bezahlen !!!
Warum sollten die Steuerzahler es bezahlen !!
Wenn die Demo Veranstalter zur Kasse gebeten werden, dann gibt es sicher weniger Demos !!!
Meine Meinung matthew👍👍👍

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hakre
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!

werden die Demonstranten zur Verantwortung gezogen, wenn es zu Personen- und Sachbeschädigungen kommt?

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sugarless
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Vorauskasse

schon bei der Anmeldung solcher Demos sollte der Veranstalter eine hohe Anmeldegebühr bezahlen: für Polizeieinsätze und allfällige Schäden, wie kommen die Steuerzahler dazu?

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spwolfg
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Alles akzeptieren und ....

und die Goschn halten wenn die "Blauen" aufmarschieren...

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