Nach einer extrem leichtsinnigen Aktion mit seinem zehnjährigen Sohn auf dem Motorrad liegt ein 39-Jähriger aus dem Bezirk Weiz mit lebensgefährlichen Verletzungen im Spital. Der Oststeirer hatte seinen Buben offenbar zwischen seinen Beinen stehend auf dem Motorrad mitfahren lassen – und das noch dazu ohne Helm. Als den beiden ein Auto entgegenkam, kam es zum Unglück.
Den gefährlichen Motorrad-Stunt praktizierte der 39-Jährige Sonntagabend auf einer öffentlichen Gemeindestraße in Ungerdorf (Stadtgmeinde Gleisdorf). Dort war gegen 20.40 Uhr eine 38-jährige Frau mit ihrem Pkw unterwegs, am Beifahrersitz saß ihr achtjähriger Sohn. Plötzlich kam der Frau das Motorrad auf der eigenen Fahrbahnseite entgegen. Die Frau bremste sofort, konnte ihr Auto nach eigenen Angaben auch zum Stillstand bringen. Doch das Motorrad krachte mit voller Wucht in das Fahrzeug.
Der 39-jährige Oststeirer erlitt laut Polizei lebensbedrohliche Verletzungen. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber C 12 ins LKH Graz gebracht. Der Zehnjährige wurde unbestimmten Grades verletzt und kam in die Kinderchirurgie am LKH Graz. Er konnte der Polizei noch selbst vom Unfallhergang berichten – und dass er sich nicht auf dem Rücksitz des Motorrades befunden hatte, sondern zwischen den Beinen vor seinem Vater stehend.
Die Autolenkerin und ihr achtjähriger Sohn blieben unverletzt, das Auto wurde bei dem Unfall schwer beschädigt.
Anmerkung: In einer früheren Version des Artikels stand, dass der Zehnjährige auf dem Sitz des Motorrades gestanden ist. Diese irrtümliche Formulierung wurde korrigiert.