Studienautorin im Interview"Viele Pfleger verlassen den Job vorzeitig"

Gesundheitsexpertin Maria Theresia Reisinger über ihre aktuelle Studie zur Langzeitpflege. Die Ergebnisse weisen bei vielen Betroffenen auf Überforderung hin.

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Pflege Sujet
84 Prozent des Pflegepersonals sei nach wie vor weiblich, ergab Reisingers Studie © Rido - stock.adobe.com
 

Sie haben mitten in der Pandemie eine Dissertation über Pflege geschrieben. Woher kommt die Motivation dazu?
MARIA THERESIA REISINGER: Der Pflegeberuf ist herausfordernd, ich bin seit vierzig Jahren in diesem Beruf tätig und möchte einen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten. Wir haben einerseits den gesellschaftlichen Auftrag eine menschenwürdige individuellen Pflege, zu gewährleisten und andererseits für Pflegekräfte Rahmenbedingungen zu schaffen, die es möglich machen diese professionelle Pflege erbringen zu können. Die Betreiber der Pflegeheime benötigen motivierte, gesunde Pflegefachkräfte, um diesen Auftrag erfüllen zu können. Allein den Pflegenotstand auszurufen ist zu wenig. Wir müssen uns gesellschaftspolitisch die Frage stellen, welche Versorgungsqualität wir für alte und hochaltrige Menschen in Zukunft haben wollen.

Kommentare (2)
mobile49
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2
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wie oft müssen diese probleme noch öffentlich gemacht werden ,

damit sie endlich in der öfferntlichen wahrnehmung auch ankommen ?
anscheinend erst , wenn das feuer nicht nur am dach ist ...........
meint man denn allen ernstes , man selbst werde niemals irgendwelche pflege benötigen ?
aufwachen!!!!

heiglbims
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22
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Da gehört dringend

etwas geändert. Mehr Personal, mehr Bezahlung. Ständige Überforderung, keine Zeit für Patienten oder Klienten, keine eigenmächtige Entscheidungskraft mehr usw. usw. Das wäre mal ein Thema für unsere Politiker. Aber mit Menschen, die an der Front sind und nicht irgendwelche Büroarbeiter, die keine Ahnung haben.