Mitarbeiter fehlenGastro- und Hotel-Branche: "Sukzessives Sterben der Betriebe" befürchtet

Bis zu 20 Prozent der Mitarbeiter bleiben der Gastronomie und Hotellerie mittlerweile fern. Was es braucht und wo man noch Hoffnung hat.

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Zu wenig Personal: Angst vor einem "sukzessiven Aussterben der Betriebe" © Fotolia
 

"Ich bin ein offener und kommunikativer Mensch. Deshalb habe ich eigentlich viel Spaß daran, mit Menschen zu arbeiten", sagt eine Kellnerin gegenüber der Kleinen Zeitung. Eigentlich. Denn der berufliche Alltag sei durch Corona nicht einfacher geworden. Die Gründe liegen auf der Hand – viele Lockdowns, Schließungen der Branche und nicht zuletzt Kurzarbeit samt Verdienstentgang. Das endet oft in Kündigungen.

Kommentare (33)
Peterkarl Moscher
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Super

Porsche und Pelzmanterl für die Gattin die dann am Saisonschluß stempeln geht,
ds wir sich sicher nicht mehr spielen, die Mitarbeiter sind mündig geworden und
lassen sich nicht mehr mit Hungerlöhnen abspeisen! Gut so dann muß der Chef
eben selbst arbeiten.

mtttt
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Richtig mit den Löhnen.

Wird dann irgendwann das Schnitzel 40 Eur kosten. Ein paar leisten es sich, der Rest darf sich was industrielles in der Mikrowelle aufwärmen.

GustavoGans
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Die Gastronomie muss beim Gehalt umdenken

Früher war es egal, wenn man in jungen Jahren ein schlechtes Gehalt hatte dafür aber ein super Trinkgeld. Weil früher war der Durchrechnungszeitraum für die Pension ein viel kleinerer als heute.
Früher war es wichtig, eine gewisse Zeit gut zu verdienen und man hätte auch einen gute Pension.
Heute ist es wichtig, vom ersten Tag an gut zu verdienen, wenn man den Lebensabend nicht am Existenzminimum führen will. Aus diesem Grund ist es wichtig, das der Verdienst in der Gastro den Bedürfnissen der Mitarbeiter angepasst wird.

Monifandl
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Mangelnde Wertschätzung

Meiner Meinung nach ist ein weiterer Faktor, wie Gäste desöfteren mit Personal umgehen. Eine ordentliche Bezahlung ist unumgänglich aber wenn Gäste den Tagesfrust am Personal auslassen......... es ist Gott sei Dank nicht die Mehrheit, aber ich beobachte es immer öfter.

GustavoGans
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Die meisten Betriebe

sind aber selbst schuld, wenn sie keine Mitarbeiter bekommen.
Auf "willhaben" habe ich für Graz keine einzige Stelle für einen Kellner gefunden, wo ein Bruttolohn von über 2.000 brutto geboten wurde.
Wer heute Mitarbeiter mit dem Satz " Wir zahlen Kollektiv, Überzahlung möglich" ködern will, wird halt keine Bewerbungen mehr bekommen.
Der heutige Mitarbeiter will auf einen Blick wissen, was er in einem Betrieb verdienen kann.
Aber die Betriebe schreiben lieber das Minimum in eine Anzeige als das Maximum. Immer in der Hoffnung, das der Mitarbeiter für Wasser und Brot arbeiten kommt.

rkg800
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Na da haben’s aber nicht sehr gründlich geschaut!

2350.- Brutto……nur so nebenbei!
Nicht bloß den Gastronomen den schwarzen peter zuschieben (was ein paar sicher verdienen, die neue Generation ist aber definitiv anders) sondern auch mal einsehen, dass manche Arbeitssuchende einfach Vorstellungen haben, die jenseits von gut und böse liegen!
Und die Überzahlung hat schon einen Sinn! Ich erhöhe einem motivierten und zuverlässigen Mitarbeiter lieber nach ein paar Wochen das Gehalt um 2-300.- als dass ich einen mittelmäßigen, unzuverlässigen Mitarbeiter ein Gehalt bezahle, dass er nicht verdient.

GustavoGans
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Ich sehe das anders

Ich schreibe lieber eine Stelle mit einen anstãndigen Lohn aus und kann mir einen Top Mitarbeiter unter den vielen Bewerbungen aussuchen als ich schreibe einen mickrigen Lohn aus und keiner meldet sich bei mir.

rkg800
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Top Mitarbeiter unter

den vielen Bewerbungen……sie haben den Bericht nicht gelesen, hmm? Es kommen monatelang überhaupt keine Bewerbungen! Die Zeiten, wo sich auf eine Stelle zehn Bewerber gemeldet haben, sind vorbei! Und als Gastronom hab ich auch eine wirtschaftliche Verantwortung, ich kann keine 3000.- Euro bezahlen, auch wenn viele der Meinung sind, dass alles darunter „mickrig“ ist…

GustavoGans
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Mir ist klar

das nicht jeder Gastobetrieb seinen Mitarbeitern 3.000 brutto zahlen kann.
Aber über 2.200 sollten es immer sein.
Für mich als Ex-Gastromitarbeiter ist es schlimm zu sehen, wievielt in meiner Gastrozeit auf mein Pension Konto eingezahlt wurde und wie viel es heute ist. Da sind Welten dazwischen. Und gerade heute, wo der Durchrechnungszeitraum für die Pension dein ganzes Arbeitsleben einnimmt, ist es wichtig, dass man auch sein ganzes Arbeitsleben hindurch gut verdient, weil sonst hat man eine Minipension.

Patriot
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@rkg800: Sie können keine 3.000.- zahlen,

weil sich sonst Ihr Porsche nicht ausgeht!

Balrog206
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Seit

Wann hat drozda u Dornauer ein Lokal ?

GustavoGans
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@ Kleine Zeitung

Um welches Großunternehmen handelt es sich, welches dringend Mitarbeiter sucht?

vanhelsing
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Rkg800

Wo seid ihr, ich komme!

rkg800
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Was wäre denn fair?

Wir wären bereit knapp 1700.- NETTO(!) bei einer 4 Tage Woche zu bezahlen und bekommen trotzdem seit 3 Monaten keine einzige Bewerbung!
Nach einem halben Jahr gezwungener Schließung, null Einnahmen und vor allem null Einkommen, einem sehr holprigen und zähen Start liefe nun endlich das Geschäft, trotzdem können wir nichtmal 50% Auslastung (und damit den geplanten und notwendigen Umsatz bzw. ein angemessenes Einkommen) erreichen, einfach weil wir es von der Arbeit her nicht schaffen!
Wir müssten im Team zu acht sein, die Realität sieht so aus, dass wir uns zu zweit Küche und Service aufteilen.

Ach ja…..und vom Härtefallfonds gibts auch nix, weil wir den Betrieb um 4 Wochen zu spät übernommen haben…
Und dann darf man sich hier noch dumme Kommentare durchlesen von Menschen, die ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung haben!

GustavoGans
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1.700 ist vermutlich

eh halbwegs fair für eine 4 Tage Woche bei 32 Stunden.
Bei 50 Stunden für 4 Tage sieht es anders aus.
Allerdings sind halt 1.700 Euro für einen Hauptverdiener oder einen Alleinverdiener wenig Geld, da Wohnung, Auto und Essen fast den ganzen Lohn auffressen.
Hast dann nicht eingeplante Ausgaben wie aktuell einen Hagelschaden am Auto, dann bist am Allerwertesten.
Mir ist klar, dass für viele Gastrobetriebe 1.700 Nettolohn viel Geld ist. Aber man muss auch die Mitarbeiter verstehen.
Sobald man bei solch einen Lohn arbeitslos wirst, bist am Existenzminimum.

rkg800
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Also mir wurde beigebracht

dass ich nur so viel ausgeben kann, dass ich mit meinem Einkommen auch auskomme! Wenn 1700.- (plus definitiv ein paar Hunderter Trinkgeld) nicht reichen zum Leben, dann liegt der Fehler aber nicht beim Dienstgeber, sondern vielleicht entspricht mein Lebensstil einfach nicht dem Einkommen, dass ich mit meiner Ausbildung erreichen kann…

Patriot
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@rkg800: Das Trinkgeld wird Ihnen nur leider für die Pension oder das Arbeitslosengeld NICHT angerechnet!

.

Balrog206
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Naja

Als wahrscheinlich Ma bei Ak od Ögb kann man nat groß reden , null Leistung null Verantwortung ! Da ist Leistung nicht wichtig und durch Zwangsgebühren u Mitgliedsbeiträgen von den braven An flattert alles automatisch rein !

GustavoGans
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Vergessen Sie das Trinkgeld

Von Trinkgeld haben sie nichts, wenn Sie krank sind, mal arbeitslos sind, wenn Sie Urlaub haben oder wenn die in Pension sind.
Genau in diesen Zeiten merken Sie, wie sehr es schmerzt, wenn man wenig verdient, weil in diesen Zeiten bekommen Sie kein Trinkgeld.

rkg800
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Spare in der Zeit dann hast du in der Not

Ist das echt schon sooo lange her, dass dies heut nicht mehr aktuell ist? Wenn ich Urlaub machen will, dann muss ich davor was zur Seite legen, wenn ich mir einen Fernseher kaufen will, ebenso…. So war es zumindest mal.
Heute muss alles sofort und selbstverständlich gehen! Bei dieser Denkweise sieht man eigentlich eh sofort woran es hapert bei uns…

AlbertP
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Bei den 1700,- Netto muss

man sich auch fragen wo man dafür eingesetzt wird. In der Küche und an der Schank ist man halt von den Trinkgeldern abgeschnitten, es sei denn, die werden gleichmäßig aufgeteilt, was ich nicht glaube. Trinkgelder machen halt auch ein paar Hunderter im Monat.

rkg800
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Das Trinkgeld wird täglich auf

jeden Mitarbeiter, vom Abwäscher bis zum Kellner aufgeteilt.
Und das ist in vielen Betrieben so! Wie gesagt, hier liest man ganz schön viel Meinung…….

Balrog206
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Es

Ist eigentlich zum schmunzeln , die ach so wichtigen unersetzlichen Sozialpartner verhandeln seit Jahrzehnten jedes die die Löhne bzw. Erhöhungen , und jetzt jammert eine Seite das did keine Ma bekommen , die andere das endlich mehr bezahlt werden soll ! Frage was macht ihr ach so wichtigen die ganze Zeit !!! Mehr zahlen darf man natürlich freiwillig immer 😂

Hildegard11
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Wie wäre es mit endlich einmal den Faktor Arbeit zu entlasten

Die angebliche Wirtschaftspartei unter dem messianischen Vorsitzenden hat ständig Wirtschafts- und Finanzminister gestellt. Aber Lohnsteuer und Arbeitgeberbeiträge runter - Fehlanzeige. Lieber den Konzernen und Mrd sparen helfen. Eine Schande.
Außerdem: Sobotka, Blümel und Hanger gehören sowieso weg.
Eine Schande, diese Typen.

Patriot
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Erst wenn die Türkisen und die FPÖ in keiner Regierung mehr vertreten sind,

wird in Österreich diesbezüglich etwas weitergehn!

Lepus52
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Das geht nicht mit der ÖVP, denn

dann müsste der Faktor Kapital mehr besteuert werden und Kapital und Vermögen sind für die ÖVP sacrosankt.

 
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