Family-TalkLeibovici-Mühlberger: "In der Patchwork-Familie braucht es viel Geduld"

Stiefkinder, Stief- und Halbgeschwister, Ex-Partner im Gepäck: Patchworkfamilien haben ihre ganz eigenen Herausforderungen zu meistern. Hier können Sie den Family-Talk der Kleinen Zeitung mit Familien-Expertin Martina Leibovici-Mühlberger nachschauen und die wichtigsten Fragen nachlesen.

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Die wichtigsten Fragen zum Nachlesen

Wie kann man als Stiefmutter die Patchwork-Situation positiv beeinflussen, wenn der Partner die eigenen und seine Kinder unterschiedlich behandelt und zusätzlich seine Ex-Frau jedes zweite Wochenende in unsere neue Familiensituation hineinfunkt?
MARTINA LEIBOVICI-MÜHLBERGER: Eine ungleichmäßige Behandlung mögen Kinder überhaupt nicht. Die Krux liegt dort, dass hier die Abstimmung zwischen den Erwachsenen schwierig ist. Hier muss man ansetzen. Es muss festgelegt werden, was im gemeinsamen familiären Raum richtig ist, was erlaubt ist und wo die Grenzen sind. Die beiden Patchwork-Eltern müssen eine Abstimmung haben. Ansonsten sind die Kinder die Leidtragenden. Ganz wesentlich sind eine Aussprache und eine gemeinsame Linie. Diese Linie muss dann der Ex-Partnerin transportiert werden.

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crn3005
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Kompromisse, Verständnis und viel Geduld

Wir leben seid 5 Jahren in einer Patchwork und ja, es klappt. Mal besser, mal weniger gut. Unsere Grundsätze sind, keinen Unterschied bei den Kindern zu machen, egal ob es das Kind ist das permanent im Haushalt lebt oder jenes das nur alle 2 Wochen da ist. Die Erwachsenen müssen sich einig sein und wenn es Themen gibt untereinander ausmachen. Klingt logisch und einfach, ist mächtig viel Arbeit. Es erfordert unglaublich viel Geduld und Verständnis (auch wenn man es nicht versteht). Ich denk man muss sich vor jener Partnerschaft überlegen ob man die Ex aushält, sie ist Teil des Lebens und das muss man wollen. Sonst wird es nichts.

mobile49
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es gelingt

wenn jeder dem anderen auch zuhört und alle sich einig sind , dass sie eine familie sind , in der jeder die gleichen rechte und pflichten hat .
denn nur gäste haben keine rechte , aber auch keine pflichten , ausser sich gesittet zu benehmen .
und ein gesittetes benehmen ist überall angesagt

hkgerhard
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Die Realität schaut leider anders aus,

weil sich eben nicht alle einig sind, bzw. dem Anderen nicht zuhören usw.

Ragnar Lodbrok
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Es gelingt,

man muss sich auf menschliche Werte besinnen, Kompromisse eingehen - wenn man den Partner liebt, liebt man auch die Kinder des Partners. Wenn nicht, dann wird's schwer.