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Pflegeombudsfrau"Die Pflegekräfte sind an ihre Grenzen gegangen"

Michaela Wlattnig leitet die Patienten- und Pflegeombudsschaft. Im Interview spricht sie über Stärken und Schwächen, die in der Pandemie deutlich wurden. Über Personalnot der Heime und Anstellung pflegender Angehöriger in der Steiermark.

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Michaela Wlattnig, Patienten- und Pflegeombudsfrau
Michaela Wlattnig, Patienten- und Pflegeombudsfrau © land/streibl
 

Die Pandemie hat Stärken und Schwächen offengelegt. Wie lautet Ihr Befund für die Pflege?  
MICHAELA WLATTNIG: Die Pflegekräfte in Heimen und Spitälern sind an ihre Grenzen gegangen. Das Personal hat Großartiges geleistet, hat durchgehalten, teils unter widrigen Bedingungen. Ja, zum Start gab es viele Baustellen, zu wenig Schutzausrüstung, aber das kann man niemanden vorwerfen. Unser Gesundheitssystem hat sich aber als stabil erwiesen.

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zweigerl
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Tristesse oblige

Alles an dem Altenbetreuungssystem ist krank und steht im Widerspruch zum Foto von der wie das volle Leben erstrahlenden Ombudsfrau. Was abgeht, sieht man nur vor Ort, wo der chronische Pflegekräftemangel auf die Apathie der meisten Heimbewohner trifft und irrwitzige Pflegegeldsummen in die Taschen der Betreiber strömen. Die 24Stunden-Pflege mit dringend geldbedürftigen ausländischen Kräften ist das noch geringere Übel. Der Satiriker Böhmermann hat sich natürlich einen Ball aufgelegt, als er vor Kurzem Kurzens vertrottelten small talk in einem Pensionistenheim ("hob'ma scho g'essen?") zum running gag gemacht hat, um seine Wuchteln zu schieben.