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Steirer helfen SteirernJobverlust: Der Anfang vom Ende

Bevor am 1. Mai der Tag der Arbeit gefeiert wird, steht am 30. April der Tag der Arbeitslosen im Kalender. Es trifft mehr Menschen denn je: Im Sog der Pandemie verloren viele ihren Job – und mehr. Hier zehn Beispiele, wo „Steirer helfen Steirern“ helfen konnte. Dank Ihrer Unterstützung!

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 Arbeitslosigkeit in Zeiten von Corona
Arbeitslosigkeit in Zeiten von Corona © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Fall 1: Gleich zwei Mal den Job verloren

Zweimal verlor der Mann, der im Gastgewerbe arbeitete, wegen Corona seinen Job. Seine wirtschaftliche Situation spitzte sich damit zu – schließlich muss er auch für ein Kind sorgen. Seine Mutter übernahm zuletzt die Stromkosten, beim Mietrückstand halfen wir.

Fall 2: Alleinverdiener verlor seine Arbeit

Leicht hat es diese Familie nicht. Nicht nur der Frau geht es gesundheitlich und psychisch schlecht – auch eines von mehreren Kindern braucht eine Therapie. Schon jetzt war es schwierig, finanziell über die Runden zu kommen, dann verlor der Mann – der Alleinverdiener in der Familie – coronabedingt auch noch seine Arbeit. Während er intensiv sucht und auch die Frau gerne geringfügig arbeiten würde, kam noch ein Problem dazu. Zwei Kinder brauchten dringend eine Zahnspange, die Kosten konnten die Eltern in dieser angespannten Situation nicht aufbringen. „Steirer helfen Steirern“ unterstützte die Familie.

Fall 3: Befristetes Arbeitsverhältnis nicht verlängert

Die Frau – sie leidet an einer chronischen Krankheit – hatte nur ein befristetes Arbeitsverhältnis. Dieses wurde für die Risikopatientin im Coronajahr nicht verlängert. Damit kam die Betroffene mit der Miete in Verzug und musste sich Geld ausleihen, um eine Klage zu verhindern. Wir unterstützten sie.

Fall 4: Sie arbeitslos, er in Kurzarbeit

Die Situation dieser Familie ist prekär. Die Mutter, die früher Hausfrau war und dann im Gastgewerbe zu arbeiten begonnen hatte, verlor wegen Corona zwei Mal ihren Arbeitsplatz – allerdings ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld. Ihr Lebensgefährte übernahm damit alle Kosten für die Familie alleine – aber auch ihn traf Corona, er wurde in Kurzarbeit geschickt und verdient damit wesentlich weniger als vorher. Die Folgen: ein Minus am Konto, das immer größer wurde – und ein Mietrückstand, der schließlich zur Androhung einer Delogierung führte. Damit die Familie nicht aus ihrer Wohnung wegmusste, griff unsere Hilfsaktion „Steirer helfen Steirern“ den beiden beim Mietrückstand unter die Arme.

So können Sie helfen

Spenden erbeten an „Steirer helfen Steirern“, Kennwort „Steirer helfen“, IBAN: AT96 2081 5000 0017 0001. Die Spenden sind steuerlich absetzbar (Geburtsdatum angeben).

Alle Informationen zu unserem Verein und den Spendeneinnahmen finden Sie unter www.kleinezeitung.at/steirerhelfen

Bei Fragen wenden Sie sich an steirerhelfen@kleinezeitung.at

Auf Facebook: facebook.com/steirerhelfensteirern

Fall 5: Corona kostete ihn den Job

Dieser Mann ist Pensionist. Da sein Einkommen aber zum Leben nicht reichte, arbeitete er geringfügig nebenbei. Lange zahlte er immer pünktlich die Miete – doch dann verlor er wegen Corona seinen Job. Er kam mit der Miete in Verzug und – obwohl er bei den Lebensmitteln zu sparen begann – nicht mehr auf gleich. Lange zeigte sich die Hausverwaltung kulant, jetzt konnten wir helfen.

Fall 6: Viele Probleme, zu wenig Geld zum Leben

Nicht nur, dass sie durch Corona ihren Job verlor. Ihr machen gesundheitliche Probleme schwer zu schaffen – und dann zog nach der Scheidung auch der Mann aus: Die Frau, die jetzt nicht mehr arbeitsfähig ist, kam mit den Kosten nicht mehr zurecht, der Vermieter brachte die Räumungsklage ein. Es stellte sich heraus, dass die Betroffene insgesamt mit der Situation überfordert ist. Es wurde ihr die Möglichkeit einer freiwilligen Einkommensverwaltung ans Herz gelegt, um ihre Finanzen besser in den Griff bekommen zu können. Außerdem bekam sie Unterstützung bei der Suche nach einer kleineren, besser leistbaren Wohnung. „Steirer helfen Steirern“ ermöglichte mit einer finanziellen Unterstützung zudem, dass der Räumungstermin aufgeschoben wurde.

Fall 7: Kein Engagement für Künstler

An sich ist dieses Ehepaar im künstlerischen Bereich tätig – wegen Corona wurde aber aus einem bereits vereinbarten Engagement des Mannes nichts, die Frau verlor ihren Job. Finanziell wurde es für die beiden damit sehr eng – für die Miete blieb zu wenig Geld übrig, eine Räumungsklage wurde angedroht. „Steirer helfen Steirern“ unterstützte das Paar.

Fall 8: Was blieb, war ein Schuldenberg

Vor Corona hatte die alleinstehende Mutter ein kleines Studio und kam finanziell gut durch. Auch ohne Unterstützung ihres Ex-Manns, der keinen Unterhalt zahlte. Dann musste sie schließen – und schließlich das Gewerbe mit einem Berg von Schulden stilllegen. Die Frau machte sich nicht nur auf die Suche nach einem Job, sondern versuchte auch, ihre finanzielle Situation in den Griff zu bekommen – und vordringlich die Wohnung für sich und das noch bei ihr lebende Kind zu halten. Die Betroffene konnte inzwischen selbst einen Teil ihres Mietrückstands decken. Um ihr finanziell etwas Luft zu verschaffen, übernahm „Steirer helfen Steirern“ den Rest und zwei Monatsmieten.

Fall 9: Mit Corona fiel die Arbeit weg

Um ihre Mutter, die nicht im gleichen Haushalt lebt, jeden Tag besuchen und pflegen zu können, arbeitete diese Frau Teilzeit und verzichtete auch auf eine Stundenerhöhung. Mit Corona änderte sich dann allerdings alles: Die Arbeit wurde immer weniger – schließlich wurde die Betroffene gekündigt und sie fand auch keinen Job mehr. Eine Zeit lang gelang es, sich mit ihren Ersparnissen über Wasser zu halten, doch das Minus auf dem Konto wurde immer größer. Vor allem auch deshalb, weil der Vater verstarb und auch noch Begräbniskosten und Kosten für das Grab bezahlt werden mussten. „Steirer helfen Steirern“ griff der Frau nun bei diesen Kosten unter die Arme.

Fall 10: Auf Jobsuche

Auch dieser Mann verlor seine Arbeit durch Corona. Um für die Jobsuche mobil zu sein, brauchte er ein Service und Pickerl für sein schon älteres Auto. Als dann der Vater starb, übernahm auch er die Kosten fürs Begräbnis – obwohl seine finanzielle Lage schon äußerst angespannt war. Wir halfen bei den Kosten für die Bestattung.

 

Kommentare (1)
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Bodensee
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1
Lesenswert?

ich verstehe diese Aktion nicht!

in Österreich gibt es doch ein großzügiges soziales Auffangnetz mit Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Mindestsicherung, Kindergeld usw. Es ist also sehrwohl möglich, mit diesen Leistungen über die Runden zu kommen. Wenn man als Betroffene jedoch zusätzlich Schuldenberge für z.B. Wohnung- , Haus- oder Autokauf auf Kredit angehäuft hat oder in viel zu teuren Mietwohnungen lebt und von seinem Lebensstandard keine Abstriche machen möchte, dann ist man nur selbst für diese Situation verantwortlich und nicht die Allgemeinheit.