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Strengere Herkunfts-RegelnAnschober-Plan: Auch Wirte sollen Herkunft von Fleisch, Milch und Eiern angeben

Wurde sein erster Entwurf für strengere Herkunfts-Kennzeichnung noch von mehreren Seiten als zu lasch kritisiert, geht Konsumentenschutzminister Rudolf Anschober nun in die Offensive. Künftig soll die Herkunft von Milch, Fleisch und Eiern nicht nur bei verarbeiteten Lebensmitteln, sondern auch in der gesamten Gastronomie angegeben werden.

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© (c) Vankad - stock.adobe.com (Ivan Danik)
 

Das Vorhaben stand vor vielen Jahren schon im türkis-blauen Regierungsprogramm. Im türkis-grünen Abkommen gabs auch eine Jahreszahl dazu: 2021. Bis 2021 sei bei verarbeiteten Lebensmitteln und in der Gemeinschafts-Gastronomie die Herkunft der Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier anzuführen.

Kommentare (30)
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Ninaki
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Fertigprodukte

Solange bei Fertigprodukten keine Kennzeichnung der Herkunft der Zutaten vorgeschrieben ist, ist es nicht nachvollziehbar warum die Wirte das kennzeichnen sollen.
Oder haben sich die Kunden schon einmal gefragt woher die Zutaten ihrer Fertiglasagne oder der tiefgekühlten Wiener Schnitzel kommen? Da wäre es interessant, weil die nahrungsmittelkonzerne überwiegend billige Zutaten von weit her verwenden, weil es einfach billiger ist.

Ein billiger PR Gag wieder einmal auf Kosten der Gastronomie. Pfui!

Bluebiru
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@Ninaki

Schauen sie, wenn ich Fertigprodukte kaufe, weiß ich, dass ich glumpert kaufe und esse und dass ich durch den Verzehr derartiger Waren meiner Gesundheit schade. Deshalb kauf ich solch ein Zeug auch nicht.

Wenn ich in ein Gasthaus gehe, gehe ich allerdings davon aus - es sei denn ich bin von vornherein sehr mißtrauisch und vertraue grundsätzlich keinem Wirt - dass eine vernünftige Qualität der Lebensmittel verkocht wird. Und das nicht nur im Haubenlokal, sondern auch in der normalen Gastronomie. Täte ich das nicht, würde ich nicht mehr auswärts essen gehen, sondern nur mehr selbst kochen.

Mit ihrer Argumentation helfen sie den Wirten nicht, sondern sie zerstören das Vertrauen der Gäste. Und warum soll ich eigentlich in einem Gasthaus um so viel mehr für das Essen zahlen müssen, wenn erst das gleiche Glumpert drinnen ist, wie in einem Fertigprodukt? Da kaufe ich doch glatt das billigere Zeug!

stadtkater
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Wirte verwenden oft billige

Eier aus den bei uns verbotenen Käfighaltungen aus dem Osten.

wz4wje00
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Welcher Wirt??

Habs die letzten 6 Monate versucht einen Wirt zu besuchen-keine Chance-alle zu!!! Also lieber Hr.
Gesundheitsminister sie haben andere und wichtigerer Aufganben, als dieser Unfug....

Bluebiru
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@wz4

Ich weiß ja nicht wo sie wohnen, aber ich habe in den letzten Monaten durchaus immer wieder Essen von meinen Lieblingswirten gegessen. Bei vielen kann man nämlich online oder über Telefon bestellen und abholen oder liefern lassen. Sogar bei meinen beiden Lieblingshaubenwirten kann man dass.

Jetzt sind sie aber baff, gell?

ARadkohl
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Zuerst müssen die Wirte einmal aufsperren dürfen,

Dann können die die Herkunft angeben.

sistra
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Speisekarte zukünftig in Buchform?

Sollen die Wirte so lange drangsaliert werden bis der letzte den Hut draufhaut?
Wenn bei jedem Gericht die Herkunftsbezeichnung aller Zutaten und die Allergenverordnung angegeben wird, dann werden die Speisekarten die Größe von einem Atlas haben müssen.

stadtkater
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Zwischen Herstellung eines Produkts

und Herkunft der Rohstoffe gibt es einen großen Unterschied: Viele Paradeiser aus China (oft von kontaminierten Plantagen) werden als Saft nach Italien geliefert dort als Sugo aus Italien abgefüllt und exportiert.

Ähnlich Schuhe "designt in Italy" und hergestellt in Indien.

Da müssen auch die Vorschriften strenger werden!

melahide
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Aus China?

Italien bezieht die Tomaten aus Nordafrika. Wo Nutzflächen von Firmen aufgekauft werden, Tomaten für Italien produziert werden und die Menschen für den eigenen Bedarf nichts anbauen können ... usw

stadtkater
1
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Sie meinen die Tomaten zum Essen,

Ich habe von den Tomaten als Sauce zum Verarbeiten gesprochen. Ihre kommen aus Afrika, meine aus Asien.

Bereits
41
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.

Mir ist nicht ganz klar, wofür das gut sein soll. Weil heimische Fleischproduzenten keine Tiere quälen? Abgehobener grün-bürgerlicher Schwachsinn der nur unnötigen Bürokratieaufwand bringt.

stadtkater
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Und wer kontrolliert,

ob die Wirte nicht lügen?

UHBP
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@stadt..

Ja, wer kontrolliert, das Unternehmen sich an Gesetze halten? Gute Frage. Hast irgendeine Ahnung?

klaxmond
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Der Nachteil

für die "Produzenten" ergibt sich nur dann, wenn sie weiterhin ihre Gewinne auf Kosten der gequälten Tiere machen wollen. Wenn die Kennzeichnungspflicht kommt und man sich darauf verlassen könnte, würde ich vielleicht auch wieder mal im Gasthaus ein Fleisch konsumieren.

Trieblhe
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Das geht ja

jetzt auch schon (also momentan nicht), gute Lokale geben jetzt schon freiwillig die Herkunftsbezeichnung an, die die es nicht machen und das Tellergroße Schnitzerl für 7,90 anbieten, naja da ist’s eh klar woher das kommt...

Bluebiru
0
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Leider

ist es vielen Konsumenten ganz und gar nicht klar, woher das Fleisch kommt. Sonst würde nämlich niemand mehr bei den Möbeldiscountern essen! Stünde auf der Speisekarte dezidiert, dass das Fleisch aus Litauen kommt, würde manche das Schnitzerl vielleicht doch nicht bestellen.

Und die Lokale, die jetzt schon freiwillig eine Herkunftsbezeichnung auf der Speisekarte haben, gehören in das Segment der gehobenen Gastronomie, das sich der Durchschnittsösterreicher entweder nicht leisten kann oder will.

politicus1980
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Natürlich wieder die Gastronomie...

Ich bin für eine allgemeine Kennzeichnungspflicht für alles und überall!!!! Der Wirt soll Kennzeichen wie das Huhn oder die Kuh gelebt hat und von welchem Bauernhof das Fleisch kommt. Aber ob Kleidung und die Rohstoffe für Elektro Geräte etc. von Kindern produziert oder gewonnen werden oder unter welchen Bedingungen in China gearbeitet interessiert kein Schwein? Also etwas blöderes als diesen Clown findet man echt nicht mehr.

Bluebiru
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Sind sie selbst Gastronom,

weil sie so polemisch argumentieren und sich so mit Händen und Füßen gegen eine Kennzeichnung wehren?

Bei der Kleidung steht nämlich oben, woher sie kommt. Da gibt es überall ein Schleiferl eingenäht, wo drauf steht: "Made in....".

daberni
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Lieferkettengesetz

Dann schauen sie sich mal die Initiative zum Lieferkettengesetz an und unterstützen diese als immer nur blöd zu jammern.

klaxmond
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Mich

interessiert das schon. Es ist in diesem Bereich aber sehr schwierig, eine Auswahl zu treffen, weil es gibt sie kaum.

Patriot
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Höchste Zeit, dass das endlich kommt!

.

melahide
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Es wird

sicher einen Aufschrei der Wirte geben. Ich weiß aber: Wenn ich ein Lokal finde, das regionale Zutaten verwendet und die kochen können, im besten Biozutaten, werde ich da immer wieder hingehen! Dann soll der Wirt halt nur regional einkaufen, Israels mit der Kennzeichnung auch einfacher :)

vati60
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Kennzeichnung

Hr. Minister haben sie zur Zeit keine anderen Sorgen?

Bluebiru
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Warum?

Weil wir iene Pandemie haben, ist es wurscht, wenn wir Dreck vorgesetzt bekommen?

freeman666
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Prinzipiell eine gute Sache

Vom Timing her werden es viele Wirte als zusätzliche Schikane zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt sehen.

griesbocha
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"Kennzeichnungspflicht ... als freiwillige Maßnahme"?

Ich bin verwirrt.

 
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