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Bildung in Corona-ZeitenStudentin schrieb Protest-Brief an den Bildungsminister

3000 Likes erhielt der schriftliche Hilferuf, den Lena Fuchs an Bildungsminister Heinz Faßmann schickte.

Lena Fuchs schrieb einen offenen Brief an die Regierung © Privat
 

Belastend und herausfordernd sei die Situation für heimische Studierende. Studentin Lena Fuchs hat vor Kurzem in einem offenen Brief an Bildungsminister Heinz Faßmann ihrem Unmut Luft gemacht und spricht mit ihren Worten wohl zahlreichen Studierenden in Österreich aus der Seele.

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peso
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Liebe Fr. Fuchs

ich gebe Ihnen Recht, Studieren ist bedingt durch Corona mit Sicherheit schwieriger geworden und vielleicht auch (die Frage ist nur, wem gegenüber) ungerechter. Allerdings, und das sollten Sie nie mehr vergessen, Sie studieren und wollen dadurch zur Elite des ausgesuchten Berufes gehören und nicht als 0815 Hilfskraft arbeiten. Daher mein Rat, benehmen oder handeln Sie jetzt schon elitär und nicht wie eine hilflose Schülerin, die sich keiner Verantwortung bewusst ist und bei Problemen nach Hilfe schreit. Und gleich noch ein Hinweis fürs Berufsleben. Wenn Sie dann als AkademikerIn einen Aufgabe Ihrer Firma, Ihres Chefs bekommen oder vielleicht sogar selbst sehen, dann müssen SIE Entscheidungen treffen und Handeln, sonst bleiben/werden Sie die leicht austauschbare Hilfskraft

glashaus
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alter bayer

es ist schon richtig, eine gewisser eigenständiger Lösungsansatz darf verlangt werden. Aber warum schreit die Wirtschaft schon nach ein paar Tagen und wird von Kurz & Co sofort erhört. Da ist es wohl auch legitim das Studierende auf ihre Probleme aufmerksam machen dürfen.

Balrog206
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Glashaus

Top Vergleich man sieht du bist ein top Unternehmer/in !

rb0319
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Oder

er ist einfach nur ein Mensch ;-)

altbayer
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Die Elite von morgen!

Die Studierenden von heute, wollen die Elite von morgen sein.
Sie wollen im Beruf Entscheidungsträger sein, selbständig handeln und andere Menschen führen - und das auch in Krisensituationen (im Betrieb).
Beim Problem Corona und Universität scheitert ihr schon und schreit nach Hilfe?
Züchten wir auf unseren Universitäten eine neue Generation von unselbständigen gut bezahlten A-Beamten (oder Akademikern in staatsnahen Unternehmungen) heran?
Dann wundern wir uns, wenn unsere in Brüssel geparkten Akademiker es nicht schaffen, genügend Impfstoff für die EU zu organisieren - haben sie vielleicht schon als Student bei der kleinsten Krise "nur" einen Brief geschrieben- und nicht versucht sich selbst aus der Krise zu helfen ?

Ich habe von meinen Kindern (Resowi) noch nie von Corona-Problemen beim Studium gehört.
Es läuft alles ganz normal - die Prüfungen werden absolviert - es gab durch Corona noch keine Verzögerungen.



scionescio
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@Altbayer: als spätere Führungskräfte haben sie aber nicht nur die Verantwortung, sondern hoffentlich auch die entsprechende Macht und Entscheidungshoheit ...

... und gerade Letzteres ist bei Studenten nicht gegeben.
Daher ist es durchaus legitim, den Weg der Eskalation zu wählen und auf diese Art einen Handlungsdruck für die Entscheider zu erzeugen.

Meine Tochter studiert auch, aber das alles ganz normal läuft, würde weder sie noch die anderen ihr bekannten Studenten bestätigen.

ute08
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Sie mögen die Akademiker wohl nicht, @alterbayer

Abgesehen davon, dass man zur Zeit denken könnte, dass die "Bildung" in der Volksschule aufhört - zumindest was das Getöne der Eltern und des Ministers betrifft, wo die Kinder wegen Corona und der daraus resultierenden Lerndefizite sowieso nie mehr eine Uni von Innen sehen werden, hat das Studium der Juristerei auf der Uni noch nie viel Präsenz erfordert und tatsächlich viele A-Beamte produziert ;-). Unsere herausfordernden Zeiten zeigen aber wie wichtig FORSCHUNG ist! Und da geht es vielmehr um technische, medizinische, naturwissenschaftliche und auch gesellschaftsrelevante Fächer, die sehr wohl direkten Kontakt benötigen und schwer vom WG-Zimmer aus zu absolvieren sind!

altbayer
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Akademiker

Ich mag keine "frustrierten Akademiker", die auf ihren Titel herumreiten und alle Nichtakademiker oder Studienabbrecher (wobei ein Bachelor ist ja eigentlich auch ein Studienabbrecher - bis vor ein paar Jahren halt) als Deppen hinstellen - die tummeln sich hier nur so. Vielleicht war der Post deshalb auch eine kleine Provokation von mir.
Menschen sollen nach ihrem "Menschsein" und nicht nach ihrem Titel beurteilt werden.
Ich habe es seit fast 30 Jahren vergessen den Titel in den Reisepass oder Führerschein eintragen zu lassen - ist mir einfach zu blöd. Nur mein Versicherungsvertreter wollte mir eine Freude machen und hat den Titel in meine Zulassungsscheine eintragen lassen (und den bekomme ich da nicht mehr weg).

Ich hatte eine Tante, die immer nur einen Doktor heiraten wollte. Alle anderen Männer waren ihr zu minder - sie ist einsam als Jungfrau gestorben.

Die Forschung auf der Universität ist sehr wichtig, hat aber mit dem Brief der jungen Dame nichts zu tun.
Forschung sollt aber gezielt eingesetzt werden. Was nutzt ein studierter Fachmann des "Sexualleben der Mehrschweinchen und dessen Einfluss auf die Marienkäfer" der Allgemeinheit- wenn dieser Fachmann im (halb)staatlichen Unternehmen auch noch selbst denkt, dass er damit eine Stütze der österreichischen Wirtschaft ist - er ist ja Akademiker ! (nicht aufregen, das war jetzt nicht genderfrei).
Da ist mir der Facharbeiter, der ehrlich seiner Arbeit nachgeht ein wichtigerer Teil unserer Gesellschaft.


scionescio
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@Altbayer: dieses Ausspielen von Akademikern und Facharbeitern ist wohl unterste Schublade ...

... weil es jedem vernünftigen Menschen ohnehin klar ist, dass es beide braucht (und auch Altenpfleger, Straßenreiniger, ...).
So wie ein Architekt nicht so geschickt wie ein Maurer sein muss, braucht der Tischler im Hintergrund viele Akademiker, die die von ihm benutzten Maschinen konstruiert haben ...
In Österreich ist wohl jeder für die Wahl seines Berufs selbst verantwortwortlich und wer sich aus guten Gründen gegen ein Studium entschieden hat, sollte später auch die Größe haben, den Neid auf ein angeblich höheres Gehalt bei weniger Leistung zu unterdrücken.

hbratschi
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den schülern, altbayer,...

...wurden mittlerweile 2 halbjahre "gestohlen". wenn das, so wie du behauptest, egal wäre, dann bräuchten wir die schulen eh nicht mehr aufzusperren. ich denke nicht, dass das eine so gute idee wäre. aber trotzdem: gratulation an deine kinder...😉👍

calcit
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Na hoffentlich nehmen ihre Kinder keine Stelle im öffentlichen...

...Dienst an. Aber es gibt ja in der weiten Welt (auch in Österreich) wirklich tolle Vorzeigebetriebe die uns ja tagtäglich zeigen wie effektiv sie arbeiten...

calcit
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Wirecard, Commerzialbank, Schlecker, Lehman...

...waren sicherlich alles hochbezahlte Manager dort mit dem entsprechenden Wirtschaftsstudium...