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Offener Brief von Schülern"Wir wissen nicht, wie wir das verlorene Wissen aufholen sollen"

Steirische Schülervertreter von AHS und BMHS fordern in einem offenen Brief an die Bundesregierung klare Konzepte für die Schulen statt einfach die Schulen zu schließen: "Hatten nur etwa 40 Schultage in Präsenz."

Hannah Arnfelser
Schülervertreterin Hannah Arnfelser mit dem offenen Brief an Kanzler Kurz, Vizekanzler Kogler und Bildungsminister Faßmann © Privat
 

"Seit letztem März befinden wir, Schülerinnen und Schüler, uns nun - mit kurzen Unterbrechungen - im Homeschooling. Nur etwa 40 Schultage wurden in diesem Semester in Präsenz abgehalten. Die Situation ist untragbar!" Mit diesen Worten beginnt Gymnasiastin Hannah Arnfelser, Mitglied der steirischen Landesschülervertretung (LSV) und Vorsitzende der Schülerbewegung Progress Steiermark einen offenen Brief Kanzler, Vizekanzler und Bildungsminister.

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masterchristl
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Offener Brief von Schülern

Liebe Schülerinnen und Schüler!
Wahrscheinlich nur teils, teils.
So weiss ich heute mit 84 Jahren noch immer nicht auswendig, welcher Bach die Wasserscheide von Aussee und Mitterndorf ist - wichtig, weil Aussee von Passau missioniert worden ist und Hinterberg von Salzburg - und wir daher eine andere Sprachmelodie haben.
Das ist nicht wichtig fürs Leben, aber es gibt wahrscheinlich auch noch andere Defizite, die nicht so hörenswert sind, wohl aber wichtiger.
Es tut mir ehrlich leid, dass Ihr auch mit Defiziten kämpfen müsst. Ich dachte, wir hätten schon alles erlebt, was es dazu gibt.

GanzObjektivGesehen
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Liebe Schüler !

Wenn ihr wisst, dass die epidemiologische Lage kompliziert ist und versteht, dass die Maßnahmen nötig sind, dann seit ihr schon klüger als viele andere Menschen in diesem Land.
Glaubt mir, niemand ist untätig oder niemandem fällt es leicht Schulen zu schließen.

Ihr braucht euch auch keine Sorgen um verlorenes Wissen machen. Ihr werdet manches möglicherweise erst später lernen, anderes wird vielleicht gestrichen. Es bleibt am Ende eurer Schulzeit sicher genug Wissen übrig, das ihr in den auf die Schulzeit folgenden Jahren vergessen und mit neuem Wissen ersetzen werdet. Dieser Prozess hört nie auf.......

hewinkle10
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Lernen muss jeder selbst!

Lernen ob in Schule oder daheim muss jeder selbst! Gerade in BHS und AHS Oberstufe würde man erwarten, dass die Schüler in der Lage sind, mit digitaler Anleitung des Lehrers und den eigenen Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten selbständig auch zuhause zu lernen. Dazu braucht es einen strukturierten Tagesablauf, einen ordentliche Internetverbindung sowie die Hard- und Software. Letzteres wäre vom Staat als Unterstützung bereitzustellen. Dann geht es los...in die Hände spucken und arbeiten...und weniger jammern. Offenbar sind so viele extrem verweichlicht, durch die vielen Annehmlichkeiten unseres guten Lebens! Schaut mal nach Afrika! Dann gehts euch vielleicht besser!

calcit
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Kommt hörts doch endlich auf mit eurem 2. Weltkrieg...

...das ist schon solage her, dass ihr alle hier das auch nicht mal mehr erlebt hat und es ist auch nicht wünschenswert. Fakt ist, dass viele Kinder jetzt SChwierigkeiten haben aus vielen verschiedenen Gründen heraus: weil die Eltern nicht die Möglichkeiten haben die Kinder zu fördern, weil beengte Platzverhältnisse vorliegt, die technischen Zugängsmöglichkeiten nicht bestehen und, und, und. Das heißt nicht, dass das vor Corona besser war, da hat´s genau so viel Probleme gegeben und viele hat das auch nicht gekümmert. Grundsätzlich habe viele Schulen es gut gemacht, sehr viele Lehrer bemühen sich wirklich und leisten großartiges, auch viele Eltern auch, viele Kinder schaffen es auch und viele habe auch gewonnen, mehr Selbstständigkeit, etc... Es stimmt, es ist Jammern auf hohen Niveau, aber es geht vielen auch nicht gut - nur diese Vergleich mit dem 2. Weltkrieg nerven!

klaxmond
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Das stimmt

der ist GsD schon lange vorbei. Trotzdem gibt es noch genug Kriege auf dieser Welt, wo Kinder keine Möglichkeit zur Schulbildung haben und nur ums Überleben kämpen müssen.

laster
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Genau,

so seh ich das auch

laster
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Respekt, klare Worte!

Die Regierung sollte endlich aufwachen!

Hildegard11
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Mein Math Lehrer erzählte...

1940 maturiert, 1949 - 1955 nach Krieg und Gefangenschaft (in RUS ) studiert und promoviert.

Hildegard11
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Am Freitag....

...halt auch lernen - für die Zukunft. Man kann sich genug selbst beibringen.

klaxmond
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Meine Eltern

wurden beide vor dem 2. Weltkrieg geboren. Auf Grund der damaligen Situation konnten sie lediglich die Volksschule besuchen. Sie hatten bessere Deutsch- und Mathematikkenntnisse als so mancher Maturant und auch Studienabgänger, welche ich kennenlernen durfte. Es ist sicher keine einfache Zeit aber, liebe Schüler, euch geht es im Vergleich zu anderen Ländern und anderen Zeiten trotzdem sehr gut. Das Jammern bringt euch auch nicht weiter.

laster
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was wollen Sie damit sagen?

Meinen Eltern ging es genauso, aber ihnen ist dadurch auch beruflich sehr vieles verwehrt geblieben. Viele aus dieser Generation konnten sich aufgrund der Schulbildung nicht für ihren "Traumberuf"entscheiden und mussten nehmen, was da war. Das wünsch ich unseren Kindern nicht.

Stadtkauz
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Nicht vergessen

Es hat Zeiten gegeben, da sind Kinder mit 16 Jahren zum sogenannten letzten Aufgebot befohlen worden und haben in einem Krieg, den nicht sie als Kinder angezettelt hatten, gekämpft. Anschließend, wenn sie es überlebt hatten, kamen sie zurück, lernten weiter und bauten dieses Land auf. Und ihr regt euch jetzt auf, weil ihr im Rahmen der Pandemie keinen geregelten Schulunterricht habt? Was ist los mit euch?

vitruvius
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Wir haben ein ganzes Leben lang Zeit zu lernen

Wie kann man nur fragen: Wie sollen wir dass nur nachholen.
In Zukunft weniger vor dem Computer (mit Spielen ) verbringen ,sich mit Freunden unterhalten... wenn man sich wieder treffen darf anstatt jeder in sein Handy zu glotzen.Und all das genießen was einem fehlt....was man als selbstverständlich angenommen hat!.
Wir ..Ihr habt noch ein ganzes Leben vor euch...Wenn wir endlich aufhören zu jammern.Einfach nur für einige Monate ein wenig mehr du....und weniger ich!

peso
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Ähhh......

lernen wäre ein Vorschlag ......oder ist das zuviel Arbeit für euch?

Balrog206
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Peso

Im Prinzip gebe ich dir recht nur kann man nicht alle Fächer über einen Kamm scheren ! Zb Erstklässler in weiterführender Schule ist es nicht gerade einfach wenn man mit komplett neuen Fächern konfrontiert wird und dann noch nur online , zb programmier Sprache , Rechnungswesen und teils auch Mathe wo es wirklich auch um richtiges erklären wichtig ist !

erstdenkendannsprechen
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bei meiner großen geht jetzt in mathe aber erst der knopf auch - dank distance learning.

der grund ist ein einfacher (und ich hoffe, ich tu dem guten herrn jetzt nicht zu viel unrecht): der mathe-lehrer, den sie hat, hat aus meiner sicht seinen beruf verfehlt. erklärkompetenz und soziale kompetenz null.
im distance-learning hat sie jetzt entdeckt, dass es zu den themen, die sie grad durchnehmen, gute erklärvideos gibt und viele interaktive aufgaben. mathe kommt ihr jetzt einfach "logisch" vor, sie hat ihre erste einser-schularbeit geschrieben (sie war eher so ein wackliger dreier-typ bis jetzt). voll motiviert, weil es ihr spaß macht. richtiges erklären ist wichtig ja, aber das ist auch im präsenz-unterricht nicht immer gegeben...
dafür gefallen ihr andere sachen im distance-learning weniger...

altbayer
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Scheinheilig

Liebe Schüler, dass ist scheinheilig!
Zuerst versucht ihr einmal eure Schulkollegen, die noch immer eifrig und stolz die Filme von diversen Corona Saufgelagen und Partys posten, in den Griff zu bekommen
- aber diese Schüler sind sicher für euch auch die Coolen....
...... und nicht so uncool wie die Menschen die versuchen die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

erstdenkendannsprechen
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vlt. sind das nicht dieselben?

vlt. könnte es sein, dass die gesamte gruppe "junge menschen" eben einfach divers ist?
das wäre so, wie wenn man forderungen von spö-nationalratsabgeordneten ablehnt, weil die fpö-nationalratsabgeordneten öffentlich ganz was anderes sagen...