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Distance LearningWoran es beim digitalen Fernunterricht für Jugendliche hakt

Viele Schüler müssen seit Monaten im eigenen Zimmer über digitale Kanäle lernen. Eine Mutter erzählt, wie sehr dabei Wunsch und Wirklichkeit auseinanderdriften. Sie fragt: "Seit wann ist Bildung eine Holschuld der Schüler?"

Homeschooling, Distance Learning
Müde Augen von den Videokonferenzen: Seit Monaten sind viele Jugendliche im Homeschooling © sebra - stock.adobe.com
 

Seit mehr als zehn Monaten ist der Alltag von Österreichs Schülern komplett über den Haufen geworfen: Nachdem im Februar die Coronakrise ausgebrochen war, folgten Schulschließungen. Während die jüngeren Kinder sehr viel direkte Unterstützung ihrer Eltern brauchen, stehen die älteren vor anderen Herausforderungen. Denn Unterricht gibt es für sie jetzt vorwiegend über digitale Kanäle: in Form von Videokonferenzen und mit digital übermittelten Arbeitsaufträgen. Besonders hart traf es die Oberstufenschüler; sie müssen seit Anfang November durchgehend zu Hause lernen.

Kommentare (12)
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reschal
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Liebe Mutter...

Bildung ist m. E. eine Frage von intrinsischer Motivation! Natürlich gehört es zu den Pflichten eines humanistischen Rechtsstaates für die bestmöglichsten Bildungschancen zu sorgen. Um es salopp zu formulieren: wenn die Lernenden nicht wollen, kann jede Lehrkraft brausen gehen. So schaut's aus! Ja, es ist eine Holschuld - sogar ein individuell gewollte!

em1962
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Oberstufenschüler

Warum schreiben nicht ihre beiden "Kinder" selbst über ihre Erfahrungen mit Distance Learning?

Patriot
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Es gibt mit Sicherheit nicht wenige Schüler*innen,

die im Homeschooling bessere Leistungen bringen, weil sie endlich von lästigen Mitschüler*innen nicht andauernd gestört und wegen ihrer großen Leistungsbereitschaft gepiesakt werden.

Balrog206
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Wird

Sicher ein paar geben , aber aus Erfahrung erster Klasse weiterführende Schule kommt mir vor das die Versuchung der Ablenkung zu Hause leider viel größer ist , vor allem wenn die Kamera auch aus sein kann was 90% bei meinem Sohn so machen ! ( 15 J )

Patriot
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@Balrog206: Wer die Kamera ausschaltet,

ist wohl selbst schuld und kann deshalb nicht ernst genommen werden!

Balrog206
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Tja

Da bin ich bei dir!

hfg
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Es geht aber nicht um perfekte Chefsekretärin Kenntnisse

Aber die aufgezählten Kenntnisse sind für alle Oberstufenschüler/innen sehr hilfreich und das erlernen für das Studium oder das spätere Berufsleben unbedingt erforderlich. Je besser man sich selbst organisieren kann desto leichter bewältigt man die Aufgaben und Herausforderungen. Es muss nicht perfekt sein - aber in der jetzigen Zeit haben die Kinder die Möglichkeit diese wichtigen Kompetenzen ohne großen Druck und Stress zu erlernen. Ich persönlich finde das wertvoller und wichtiger als den sogenannten Schulstoff in den einzelnen Fächern. Für die Lehrpersonen gilt übrigens das fast gleich - manche Schulen haben im technischen Bereich zuwenig Ausbildung, Kompetenzen und leider auch Ausstattung. Es genügt nicht ein Informatiklehrer oder Raum um den heutigen Bedarf abzudecken.

andy379
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Riesenapplaus! 👏👏👏

Dennoch für mich verwunderlich, dass es so lange gedauert hat, bis diese Tatsachen in den Medien auftauchen. Bitte jetzt drauf bleiben !!!!

jg4186
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Holschuld

Es ist eine schwierige Zeit für alle, Schüler, Eltern und Lehrer, keine Frage. Besonders für die Kinder im Pflichtschulalter.
Probleme habe ich mit dem Begriff "Holschuld": Wer ist verantwortlich für die Bildung unserer Kinder? Die Lehrer?
Oder wollen die Kindern selbst Neues lernen und entdecken, gebildeter werden an Geist, Körper und Seele?
Und Lehrer und Eltern helfen dabei.
Oder sehe ich da was falsch?

reschal
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👏🏻👏🏻👏🏻

Meine Worte. Es liegt an den Eltern, ihren Kindern den (hohen) Wert von Bildung mit auf den Lebensweg zu geben!

TomKLZ
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„Denn bisher übernimmt keiner außer den Jugendlichen selbst die Verantwortung dafür.“

Wenn Sie den Eindruck haben, Ihre Kinder wären mit der Verantwortung überfordert, hindert Sie mit Sicherheit niemand daran, ihnen unter die Arme zu greifen!

Ich bin froh, dass meine Kinder nicht Zoom-Unterricht laut Stundenplan haben. Das wären dann 8 Stunden pro Tag vor dem Bildschirm.

Die Kinder und Jugendlichen schaffen das schon und wachsen daran. Die, die jammern sind meist eh nur ihre Eltern.

tenke
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In ein paar Jahren

werden genau diese Schüler dankbar sein für diese herausfordernde Zeit. Selbständigkeit und Eigenverantwortung in so kurzer Zeit aufzubauen, das wäre ihnen in vielen Jahren Schulalltag verwehrt geblieben.
Abgesehen davon ist es vollkommen falsch, anzunehmen, dass alle Schüler an der aktuellen Situation leiden würden. Ganz im Gegenteil. Es gibt genug, die nicht unbedingt jeden Tag ins Schulgebäude pilgern müssen und um mit ihren Freunden (ständig) Kontakt zu halten, ist dies noch viel weniger nötig.