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Neue Steirische Regelung30-Stunden-Kurs für neue Kinderbetreuer: "Bin wirklich entsetzt"

(Angehende) Kindergartenpädagogen üben scharfe Kritik daran, dass das Land die Kriterien für die Betreuung zurückschraubt. Trägerorganisationen begrüßen das System als "Übergangslösung in einer Notsituation".

© stock.adobe.com/oksix
 

Die sogenannte Novelle des "Anstellungserfordernis-Gesetzes" sorgt für ordentlich Wirbel. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich, wie bereits berichtet, eine Abschwächung für die Anforderung an Kindergartenpädagogen: "Es braucht Entlastung für das Personal, das schon viele Überstunden macht", begründet Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) den Schritt. Daher wurde das Vorhaben am Dienstag im Landtag beschlossen - per dringlichen Antrag, ohne Begutachtungsfrist. Kritik kommt von KPÖ und Neos, die mitunter von "Crashkursen" im Bildungssektor sprechen.

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stprei
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Kasten

Sogar in dem Artikel ist der Infokasten. Da steht: Wer kann einspringen? Und dann stehen Personen, die vor dem Abschluss einer pädagogischen Ausbildung stehen. Die können ja auch was nach 4 Jahren BAFEP oder einem Kolleg oder Studium.
Aber hier lassen sich einige fröhlich vor den Karren spannen und keiner liest sich das durch.
Hauptsache Empörung. Das ist wichtig.
Erst lesen, dann reflektieren, dann diskutieren.
Wer Bilder schauen will, soll bitte keine Tageszeitung kaufen.

schwarzer62
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Liebe(r) Sankt Prei

Bitte das Dampfplaudern einstellen.
AMEN

walkingmarie
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Es ist unerträglich!!!

Über Jahrzehnte hält man die Kindergartenpädagoginnen an der Armutsgrenze, nun ist man ganz überrascht, dass diesen verantwortungsvollen Beruf zu wenige Idealistinnen ergreifen und ratzfatz wird der Mangel mit einem Crashkurs für wen auch immer „behoben“.
Das ist Bildungspolitik vom Feinsten!!
Soviel zur Wertschätzung unserer Kinder in der Landesbildungspolitik Steiermark.

JML_8990
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Für mich völlig unverständlich, grundsätzlich abzulehnen!

Die zuständige steirische Politik hat zB versäumt, ja verhindert Kollegs in allen steirischen BAfEPs einzurichten. Natürlich wären damit auch nicht umgehend alle Probleme gelöst worden, aber es wäre ein Anfang für gewünschten und gut ausgebildeten Nachwuchs an KindergartenpädagogInnen gewesen.
"Herz und Händchen", 30 Stunden Crashkurs u.ä. mögen "gewinnorientierten" Kindergartenträgereinrichtungen sehr genehm sein: sind aber verantwortungslos den Kindern und den Eltern/Erziehungsberechtigten gegenüber.
Und geradezu ein Hohn auf die jungen Leute, die die BAfEP oder eine tertiäre Ausbildung besuchen.
Gerade die Universität Graz hatte den ersten österreichischen Lehrstuhl für Elementarpädagogik und hat sich ziemlich umgehend zum Verbund aller Unis und Hochschulen zusammengefunden: und nun wollen ÖVP und SPÖ mit den Stimmen der FPÖ die Entwicklung der MitarbeiterInnen von WärterInnen über Tanten zu PädagogInnen wieder umdrehen?
Eines Bildungslandes unwürdig!

schwarzer62
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12%

Also 12% finden einen 30 stündigen Schnellsiedekurs für ausreichend.
Frage mich welcher Türrahmen es war und wieviele Minuten der akute
Sauerstoffmangel gedauert hat !

Langberg
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Kinder

Minderausgebildetes Personal und dann auch noch von einer Bildungsinstitution reden......... Wie in der Nachkriegszeit! Muss die Kindergärtnerin überhaupt noch Deutsch können?

KarlTuchscherer
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Landesregierung

Bei diesem Entwurf sieht man wieder wie unfähig unserer Politik ist.
Anstatt die Rahmenbedingungen für die ausgebildeten Kindergärtnerinen endlich zu verbessern und deren Gehalt endlich dem Lehrpersonal anzupassen ,spart man lieber bei den kleinen die sich nicht wehren können.
Noch dazu haben das Leute mit beschlossen die selbst Kindergärtnerinen sind.
Da frag ich mich fehlt es hier an der nötigen Intelligenz oder sind diese Leute wirklich so naiv um zu glauben das es eine gute Lösung sei.
Sinnvoller wäre es die Landesregierung um die Hälfte zu kürzen(In Zeiten wie diesen lägst überfällig)und dieses Geld in die Bildung zu stecken

schetzgo
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es werden auch Pflegeheime gebaut, ohne dass Personal vorhanden ist

Vielleicht gibt's ja auch einen Crashkurs für die Pflege? 🤮

nincarso
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Landesrätin vollkommen „planlos“

Mit ihrer Begründung liefert die Bildungslandesrätin den Beweis für ihr Vollversagen (und das ihrer Kollegen):


Die schwarz-rote Landeskoalition erklärt die Hintergründe der Maßnahme so: In der Steiermark würden heuer mehrere neue Häuser gebaut, betont die zuständige Landesrätin.


Nahezu jeder Mensch ist sich darüber im Klaren, dass man einen Plan braucht, um zu bauen.

Den Bauplan liefern die Architekten,
den Personalplan sollte die Bildungslandesrätin liefern.

Laut Internet beschreibt Planung die menschliche Fähigkeit oder Tätigkeit zur gedanklichen Vorwegnahme von Handlungsschritten, die zur Erreichung eines Zieles notwendig scheinen. Dabei entsteht ein Plan, gemeinhin als eine zeitlich geordnete Menge von Daten.

Nachdem Kindergärten,
genau wie andere Häuser,
nicht über Nacht aus dem Boden springen,
und auch das Problem dass der Berufsstand auf Grund fehlender Attraktivierungsmaßnahmen seitens der Politik personell langsam ausblutet schon jahrelang bekannt ist,
muss man per Definition davon ausgehen dass es hier an Fähigkeiten oder Tätigkeiten fehlt.

Da wäre vermutlich ein Crashkurs für Politiker nicht schlecht.

.... aber ob 30 Stunden da reichen ??

homerjsimpson
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Jahrelang unterbezahlt und wenig geschätzt....

... und jetzt hat man zu wenig Mitarbeiterinnen? Ja wie kann das sein? Die Politik müsste sich in Grund und Boden schämen, Gehälter rauf und mehr Wertschätzung in diesem so wichtigen Ausbildungsbereich. Wertschätzung nicht nur in Sonntagsreden wohlgemerkt. Dann braucht es keine Notlösungen sondern dann hat man qualifizierte zufriedene Mitarbeiterinnen, und vlt sogar mal ein paar Mitarbeiter dazu. Aber um das Geld wie bisher.... entspricht einem Hilfsarbeiter.

gberghofer
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Durch das Wort "Übergangslösung" wird es auch nicht besser

Da von Politikum zu sprechen ist unverschämt. Meine Schwiegertochter ist ausgebildete Kindergärtnerin. Bei dieser Verantwortung und einer lächerlichen Bezahlung bleiben nicht einmal 50% nach der Ausbildung. Den Gemeinden müssen die Kinder mehr wert sein. Diese "Übergangslösung" wird so lange bleiben bis man einsieht, dass die Kinder unsere Zukunft sind.

plolin
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Und wieder einmal

auf Kosten der Kinder. Danke, Strauß. Und sowas nennt sich Bildungslandesrätin. Hahaha.