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Dolmetscher für gehörlosen SchülerJulian kann doch in die Sommerschule

Julian Obermaier (13) hätte fast nicht die Sommerschule besuchen können. "Steirer helfen Steirern" übernimmt jetzt die Kosten für seinen Gebärdensprachdolmetscher.

Der gehörlose Julian Obermaier (13) freut sich auf die Sommerschule © Alexander Danner
 

Es war quasi Hilfe in letzter Minute. Julian Obermaier aus Eggersdorf hätte die Sommerschule nicht besuchen können. Bezirkshauptmannschaft und Land deckten die Kosten für einen Gebärdensprachdolmetscher nicht. Die Zeit wurde knapp, kurz vor Beginn des Unterrichts am Montag schließlich das Aufatmen: Die Aktion "Steirer helfen Steirern" der Kleinen Zeitung übernimmt die Kosten von rund 3000 Euro.

"Deutschförderung ist für Julian besonders wichtig"

"Ich freue mich sehr! Einige meiner Schulfreunde werden auch dort sein", sagt der 13-Jährige. Der Schwerpunkt der zweiwöchigen Schule liegt auf der Deutschförderung. "Von Julians Lehrern wurde uns die Sommerschule nahegelegt. Als gehörloses Kind braucht er die Förderung. Seine Muttersprache ist ja nicht Deutsch, sondern die Gebärdensprache. In der Coronazeit hat er auch viel versäumt", erzählt Alexandra Obermaier, Julians Mutter.

So können Sie helfen

Spenden erbeten an: Steirer helfen Steirern, IBAN AT96 2081 5000 0017 0001, Steiermärkische Sparkasse. Die Spenden für unsere Hilfsaktion sind steuerlich absetzbar. Wir prüfen jeden Fall und versuchen, Betroffene nachhaltig zu unterstützen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: steirerhelfen@kleinezeitung.at

Bereits im Juni hatte die Familie einen Antrag auf Erstattung der Kosten an die Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung gestellt. Obwohl diese die Dolmetschkosten für Julians gesamte Schulzeit bewilligt hat, jene für die Sommerschule übernahm sie nicht. Auch das Land lehnte den Antrag ab. Die Begründung: Die Sommerschule sei freiwillig und kein regulärer Unterricht. "Wir waren geschockt und traurig. Wir haben uns diskriminiert gefühlt", so die Familie. Die Antidiskriminierugsstelle habe die Obermaiers dann auf die Kleine Zeitung-Hilfsaktion gebracht.

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