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Die SchülerinElnas Ghorbani: "Mein Leben zwischen zwei Welten"

Elnas Ghorbani ist 17 Jahre alt. Sie kommt aus Afghanistan und lebt seit fünf Jahren in Österreich. In ihrer selbst verfassten Geschichte fragt sie sich: "Aber wo ist mein Heimatland?"

Elnas Ghorbani ist heute 17 Jahre alt (Foto links). Im Alter von zwölf Jahren (rechts) kam sie mit ihrer Familie nach Österreich – und darf bleiben
Elnas Ghorbani ist heute 17 Jahre alt (Foto links). Im Alter von zwölf Jahren (rechts) kam sie mit ihrer Familie nach Österreich – und darf bleiben © KK
 

"Was bedeutet Heimat?“ Das war eine Frage in unserem Geografietest. Ich hatte die Antwort, die im Buch stand, auswendig gelernt und dann geschrieben: „Das Gefühl, das man für ein Land hat, in dem man sich wie zu Hause fühlt.“ Danach habe ich lange überlegt, ob ich dieses Gefühl schon einmal erlebt habe? Habe ich mich schon einmal irgendwo, an irgendeinem Ort, wie zu Hause gefühlt? Und wo ist mein Heimatland? Das Land, in dem ich geboren wurde, oder das Land, in dem ich aufgewachsen bin? Oder das Land, in dem ich jetzt lebe und in dem ich auch als Mädchen das Recht habe, selbst Entscheidungen zu treffen?

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ASchwammerlin
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Das Kopftuch steht immer noch als Zeichen für die Unterdrückung der Frau

im Islam. Ich mache ich auch gar keinen Vorwurf, wenn sie ihr Kopftuch trägt, aber die wenigsten muslimischen Mädchen, die in der westlichen Welt leben, tragen es freiwillig. Sie sagt ja selber, wenn sie feiern oder auf Konzerte geht, fühle sie sich mit dem Tuch unwohl. In den allermeisten Fällen ist der Druck aber aus der Familie so groß, dass das Tuch getragen wird und der Druck geht immer von den patriarchalisch indoktrinierten Männer aus, die in ihrem mittelalterlichen Weltbild der Meinung sind, die Frau muss dem Mann untertan sein. Muslimische Frauen sollen ihr Haar und ihre Haut bedecken, damit ihre sexuellen Reize nur für ihrem Mann sichtbar sein sollen. Jetzt ist sie endlich in Freiheit und könnte selbst bestimmt leben, aber legt sich wieder Zwänge an. Wir leben glücklicherweise in einer freien und offenen Gesellschaft, das sollte sie doch zu ermuntern, sich zu emanzipieren. Die Mädchen bei uns, die sich das Kopftuch anlegen, tun mir leid, ihnen wird ihre Jugend, zum Teil ihr ganzes Leben beschränkt. Wie soll man mit dem Tuch Sport betreiben, Fußball, Tennis oder Tischtennis spielen? Stellen Sie sich vor, Sie müssten ständig einen Hut tragen, beim Sport, bei Konzerten, in der Öffentlichkeit, wäre ihnen das angenehm? Wie das Kopftuch Frauen in der westlichen Welt einschränkt, haben viele muslimische Frauen belegt, wie die Sozialwissenschaftlerin Dr. Necla Kelek. Ebenfalls als Lektüre empfohlen: Jan Goodwin, der Himmel der Frauen ist unter den Füßen des Mannes.

Christian_Hartmann
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Mutig

Ich hoffe, dass die mutige und gescheite Elnas ihr Kopftuch immer in Ehren halten wird. Egal, ob sie es auf ihrem Kopf oder in ihrem Herzen trägt. Ich wünsche ihr und ihrer Familie alles Gute! Viele von uns wissen nicht mehr, was es bedeutet, nicht erwünscht zu sein, bedroht zu werden und in Angst leben zu müssen. Da mangelt es an nichts außer an Empathie ...

Sam125
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Christian.....dieses mutige Mädchen ist eines von jenen Menschenkindern.die

sehr wohl sehen was sie an Österreich, ihrer neuen Heimat haben,denn was hat sie vom Iran erzählt,wie sie dort sogar von ihren eigen Glaubensbrüdern und Schwestern behandelt wurden?Diese Familie schätzt ihre neue Heimat!Wenn nur alle Migranten so wären,dann hätten wir ja auch kein Migrationsproblem hier bei uns in Österreich und ganz Europa! Denn wenn sich die Migranten sich nicht in selbstgewählten Parallelwelten verstecken würden und frei auf uns "Gastgeber"zugehen würden,da SIE uns selbst ja als ihre GASTGEBER ausgesucht haben,dann würden wir diese Gäste,bestimmt gerne bei uns willkommen heißen und genau dass haben die Migranten die zu uns kommen,wirklich selbst in der Hand!Alles Gute DIR und deiner Familie!

ASchwammerlin
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Kann ja in diese Kultur zurück kehren

wenn sie so am Kopftuch hängt!