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Absatz-Boom und leere LagerGibt es heuer im August noch steirische Äpfel?

Früh wie selten beginnt die Apfelernte 2020. Durch coronabedingten Absatz-Schub sind Lager bei manchen Sorten aber vorher schon leer. Plus: Wie es beim Trendobst Beeren aussieht.

Apfel,Aepfel,Steiermark
So früh wie selten wird 2020 die Apfelernte beginnen © © Helmut Lunghammer
 

Preis, Frost, Hagel: der steirische Apfel hat schon viele Krisen durchgestanden. „Die Coronakrise hat sich aber nicht negativ aufs heimische Obst ausgewirkt. Im Gegenteil, ab März ist die Nachfrage sprunghaft angestiegen“, sagt Rupert Gsöls, Bundesobmann der Erwerbsobstbauern. Die Folge: Bis zur nächsten Ernte wird die heimische Ware knapp.

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melahide
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Ganz

so ist es halt auch nicht. Die Handelsketten kaufen immer die billigste Ware ein. Vorn der Marillenernte überschwemmen sie ja schon den Markt mit spanischen Marillen. Auch beim Apfel - es gibt genug Apfel und Obstbauern die direkt vermarken und den Preisdruck aus dem Handel nicht mitgehen. Grad beim Apfel geht das gut - lange Lagerfähig, wird auch weiter verarbeitet zu Süßmost usw.

Es gibt noch genug heimische Äpfel. Aber halt nicht im Supermarkt weil die Supermärkte nur perfekt aussehende Ware wollen (am besten jeder Apfel gleich) und viele nicht an Supermärkte liefern.

Der (Bio)Bauer meines Vertrauens hat immer genug und vermarktet auch nur direkt (Hofverkauf, Stand am Bauernmarkt, Zustellung eines Kisterls...)

Stratusin
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Dennoch ,

die Supermärkte können ihre Regale auffüllen womit sie wollen. Wir Konsumenten haben es in der Hand was verkauft wird. Anscheinend entwickelt sich da gerade ein sehr guter Trend. Womit auch die Supermärkte reagieren müssen um in Zukunft was zu verkaufen. Auf Dauer werden die Preis für die Bauern steigen und Äpfel nicht perfekt sein müssen für das Auge. Auch wenn die Marillen aus Spanien noch so billig sind, werden sie schnell teuer für den Hamdel wenn sie nicht gekauft werden.

melahide
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Ja e

das "Problem" ist dann halt eher... Supermärkte werden dann eher halt "Regionale Ecken" einrichten. Da ist dann die Gefahr, dass Hofläden und Bauernmärkte schlechter besucht werden... Der Konsument, Sie und ich, wir alle, wir sind halt alle ziemlich verwöhnt... man hat gerne alles aus einer Hand. Kauft vom Gemüse, Obst, Fleisch, Brot, Joghurt, Klopapier, Putzmittel ... alles in einem Laden. Dem gegenüber stehen die "Rabattsammler" ... die einen Sport daraus machen. "Ja, das Gemüse bei Spar, dann schnell zu Hofer, da ist die Milch 20 Cent billiger, huh und dann zu Penny, da ist das Bier im Angebot" .. bei beiden Gruppen ist es dann so: "Zum Bäcker fahren? Dafür hab ich keine Zeit"...

Natürlich - Supermärkte können verkaufen was sie wollen. Machen sie leider auch, weil sie ziemlich viel Plastikmüll verursachen und viele unnötige Transportwege. Der Konsument kann sich noch entwickeln. Ich für mich merke halt .. Diese "Konsum und Einkaufswut" die viele haben.. also Menschen die einfach in einen Laden spazieren um etwas zu kaufen, was sie gar nicht brauchen ... hatte ich nie so extrem in der Form und schon gar nicht mehr, seitdem ich "separat" beim Bäcker, Fleischer, Bauern, Bioladen und ab und an Supermarkt einkaufe :) ...