Franz Hois ist bestürzt. „Da bemüht man sich das ganze Jahr, etwas Gutes zu schaffen, und dann ist es binnen einer halben Stunde dahin“, sagt der 57-Jährige. Der Bio- Bauer aus Bernau bei Stallhofen musste seit Ende Juni drei Mal zusehen, wie sein Betrieb von schweren Unwettern getroffen wurde. „Zuerst hat der Sturm bei mir 200 Festmeter Wald vernichtet, wenige Tage später sind Hagel und Hochwasser gekommen und haben die Gerste und den Kürbis schwer geschädigt.“ Und als Hois gerade mit den Aufarbeitungen im Wald fertig war, zog am Donnerstagabend abermals ein Hagelunwetter über die Region, knickte wieder Bäume und gab Kürbis und Mais den Rest. „Da überlegt man dann, was die Tiere im Herbst nur fressen sollen“, seufzt der Bauer.
So viel wie im ganzen Vorjahr
Seit Ende Juni zwölf Millionen Euro Hagelschaden in der Steiermark
Schwere Hagelunwetter verursachten in der Steiermark binnen eineinhalb Monaten so viel Schaden wie im ganzen Vorjahr. Jetzt wird auch die Nässe zum Problem für viele Bauern.
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