Schloss Gamlitz wird neue ZentraleSüdsteiermark-Investor Hans Kilger ist "erst am Anfang"

Schloss Gamlitz ist nur die neueste Errungenschaft: Hans Kilger investiert seit 2015 kräftig in die Regionen Südweststeiermark, Südsteiermark und Südburgenland - was nicht allen gefällt.

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Nicht nur verliebt in die Südsteiermark: Kilger, hier auf der Terrasse seines Jaglhof in Sernitz, hat noch viel vor © Jürgen Fuchs
 

Wer? Na, der Typ, der gerade in der Südsteiermark alles aufkauft, was nicht niet- und nagelfest ist. Will man jemandem kurz und knapp erklären, wer dieser Hans Kilger ist, dann geht das so am schnellsten. Seit der Münchener 2015 in Wies sein Weingut Domaines Kilger gegründet hat, wurden in der südlichen Weststeiermark, in der Südsteiermark und im Südburgenland Vertrag um Vertrag unterzeichnet, ehe die Tinte des letzten noch trocken war. Ein Weingarten nach dem anderen, Gasthäuser, Shopflächen ... und mehr noch als bei jedem anderen Ortsfremden beäugen das viele Einheimische skeptisch. Enttäuscht ist man vor allem in Eibiswald, wo man in ihn nach der Übernahme des beliebten Gasthofs Hasewend große Erwartungen setzte. Im Sommer wurde der Abendbetrieb zur Gänze eingestellt, das Konzept wurde zu wenig angenommen.

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jg4186
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Zwiespältig

Hat, wie so oft, zwei Seiten: Dankbar muss man sein, dass jemand so viel Geld investiert, er schafft und sichert Arbeitsplätze, belebt die Region. Warum haben die alle ihre Häuser, Betriebe, ihr Schloss verkauft? Weil sie es vermutlich selbst nicht mehr (wirtschaftlich?) führen konnten. Da kommt einer, der hilft, greift ein, ist doch gut so.
Andererseits schaut es aus wie Ausverkauf der Südsteiermark. Wird die Preise in die Höhe treiben, vor allem auch die Grundstückspreise. Und die Jugend kann nicht mehr mitbieten, wenn jemand Haus bauen will. In Tirol ist das schon lange so, mit allen Problemen.

Nixalsverdruss
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Der Ausverkauf hat begonnen!

Es fehlt Herrn Kilger nicht an Selbstvertrauen, wenn er meint er sei der Messias, der die Steiermark aus dem Dornröschenschlaf erwecken muss.
Leider sehe ich die Sache ein wenig differenzierter:
Da kommt einer, der - wie auch immer er an das Geld gekommen ist - und kauft alles auf, was nicht niet- und nagelfest ist.
Braucht das die Steiermark, braucht das die Südsteiermark?
Es ist lobenswert, dass dieser Herr Kilger Betriebe rettet, die hoch verschuldet sind. Aber ist das notwendig? Gibt es für diese Betriebe keine andere Perspektive als einen "Investor", der alles daran setzt, sich hier zu bereichern und als "Guru" aufzutreten?
Was bringt dieses "lukrative Investment" der Gesellschaft? Was bringt diese "Heuschreckenmanier" jedem Einzelnen?
Eine traurige Entwicklung, die den Geldadel stärkt und für die Regionen zwar vielleicht Wachstum aber schlussendlich nur noch Abhängigkeit bringt!

tellstiriae
16
5
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...

„...wie auch immer er an Geld gekommen ist...“, „Geldadel“: neidisch?

„Was bringt es der Gesellschaft?“ Arbeitsplätze!

„Heuschreckenmanier“: Warum Heuschrecke? Wem hat er was weggenommen?

Abhängig waren längst alle, die er gekauft hat, von Förderungen etc.