Ein randalierender Häftling verletzte am Samstag in der Justizanstalt Graz-Karlau fünf Justizwachebeamte. Der junge Tschetschene war bereits als Problemhäftling bekannt und erst vor kurzem von der Justizanstalt Leoben nach Graz verlegt worden.

Oberstleutnant Gerhard Derler, stellvertetender Leiter der Karlau, bestätigte der Kleinen Zeitung einen Online-Bericht der Tageszeitung "heute". Demnach war der Mann gegen 8 Uhr früh in seinem Einzelhaftraum renitent geworden. Als die Wachebeamten einschritten, ging der Häftling mit roher körperlicher Gewalt auf die Bediensten los. Auch Bisswunden fügte er ihnen zu. Fünf Beamte mussten sich im Anschluss im Krankenhaus behandeln lassen. Zumindest einer der Justizwachebeamten wurde nach Informationen der Kleinen Zeitung schwer verletzt und wird für längere Zeit dienstunfähig bleiben.

Bei dem Mann handelt es sich offenbar um jenen 22-jährigen russischen Staatsbürger, der im Oktober in der Justizanstalt Leoben zwei Wachebeamte mit den Fäusten und einem Besteckmesser attackiert hatte. Nach diesem Zwischenfall wurde er nach Graz verlegt.