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Rücktritt aus der Politik

Schröck: "Ich möchte einen Schritt zurück machen"

Die Grazer SPÖ-Vorsitzende Martina Schröck hat ihren Rücktritt aus der Politik bekannt gegeben. Zehn Jahre in einer absoluten Spitzenposition hätten sie viel Kraft und Energie gekostet. Sie will dem Ruf ihres "Soziologinnen-Herzens" folgen und sich als Abteilungsleiterin des Amtes für Soziales bewerben. Der Live-Stream zum Nachsehen!

Martina Schröck hat heute ihren Rücktritt aus der Politik bekannt gegeben
Martina Schröck hat heute ihren Rücktritt aus der Politik bekannt gegeben © (c) APA/ERWIN SCHERIAU
 

Der Live-Stream zum Nachsehen:

Der Nachfolger der Grazer SPÖ-Chefin Martina Schröck, Abg. Michael Ehmann, hat bei der Parteivorstandssitzung Montagabend 100 Prozent Zustimmung erhalten. "Neben mir steht ein Mister 100 Prozent", sagte LHStv. Michael Schickhofer. Schröck selbst gab bekannt, dass sie im Juni alle Funktionen im Stadtsenat niederlegt, weil sie sich "als Privatperson" um die Sozialamts-Leitung bewerbe.

"Ich habe sehr intensiv mit mir selbst kommuniziert", erklärte die scheidende Politikerin, die heute in einer Pressekonferenz ihren Rücktritt bekannt gab. Zehn Jahre in einer absoluten Spitzenposition hätten sie sehr viel Kraft und Energie gekostet. "Ich möchte mit 38 Jahren auch einmal wieder etwas anderes machen", so Schröck - "für mich sind zehneinhalb Jahrer vorerst genug, ich möchte einen Schritt zurück machen." Schröck wolle sich auch aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Nicht ausgeschlossen sei, dass es sie vielleicht in zehn Jahren wieder in die Politik ziehe.

Berufliche Veränderung

Beruflich ziehe es sie wieder zurück in den Sozialbereich. Sie will sich in das Bewerbungsverfahren für die Abteilungsleitung des Amtes für Soziales begeben. "Mein Soziologinnen-Herz schlägt", erklärte Schröck. Solle das nicht klappen, wolle sie sich eine andere Aufgabe suchen.

Im Sozialressort habe sie jeden Tag bewiesen, dass dort ihr ganzes Herzblut hingehe. Sie blicke auch mit viel Stolz auf ihr Wirken zurück: "Mir ist es gelungen, die Stadt Graz sozial wärmer zu machen!" Auch mit Sozialcard und Ausbildungsplätzen für Jugendliche sowie die Einführung der Pflegedrehscheibe sei einiges gelungen. Und mit dem Gleichstellungsaktionsplan im Frauenbereich sei ein europäischer Standard geschaffen worden, so Schröck, die merklich entspannt war: "Ich gehe absolut im Guten."

Ihr Nachfolger ist der Grazer Abgeordnete Michael Ehmann. Bleibt es durch den Wechsel nun beim regulären Wahltermin im kommenden Jahr - oder trägt Schröcks Abschied dazu bei, dass doch noch im Herbst 2016 gewählt wird? "Ein früherer Wahltermin sei nicht unrealistisch, meinte Michael Ehmann am Montag.

Schröck habe Ehmann gefragt, ob er ihr nachfolgen wolle, "weil ich zu 100 Prozent davon überzeugt bin, dass er die Führungsrolle in Grazer Sozialdemokratie mit Abstand am besten meistern wird. Er hat ein unglaublich verbindendes Wesen", so Schröck. Schickhofer war am Samstag über den Wechsel informiert worden.

Für Ehmann geht es in seiner neuen Funktion "darum, niemand zurücklassen, das soziale Netz aufgespannt zu lassen, alles beibehalten, was Eltern und Großeltern für uns entwickelt haben". Seine Vorgängerin habe umgestaltet, "jetzt geht's ans Hakeln, geredet haben wir genug. Graz muss leistbar, liebenswert und lebenswert gestaltet und verbessert werden." An seinen künftigen Ressortzuständigkeiten im Stadtsenat ab Juni wolle er vorerst nichts ändern.

 

 

Kommentare (99+)

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Henry44
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Ob Frau Schröck nicht bei gutem Wind geht,

um nicht für eine Wahlniederlage verantwortlich gemacht zu werden?

Kann sein, muss aber nicht sein, denn zehn Jahre in der Politik bedeuten eine permanente Belastung mit wenig Privatleben.

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Miraculix11
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Sie hat doch soeben zu einen Wahlsieg beigetragen

Der Hundstorfer hat in Graz 5% mehr als der Lugner. Sowas ist kein Zufall.

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Nora
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Soziologie?

Frau Schröck möchte dem " Soziologinnen - Herz" folgen? Kennt Frau Schröck den Unterschied zwischen Soziologie und Sozialwissenschaft?
Ist man als Soziologin(ist sie das überhaupt?)auch automatisch fit für den Bereich Soziales?

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fob7
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bewerbungsverfahren?

äh, wie bitte?

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einwort
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Schritt zurück

Wenn sie diesen machen will...
dann hätte sie auch bleiben können!

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StockBoss
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Ehmann

ist das nicht der ehemalige Ehemann von der NTAbg. Groß? Gab es da nicht eine Geschichte warum die nicht mehr zusammen sind?

Wer sagt Inländer und Ausländer sind gleich zu behandeln hat als österreichischer Politiker eine Themenverfehlung!!!

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blackpanther
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Ergebnis

Ich hoffe, es wird genau mitverfolgt, wie das Ergebnis dieser Ausschreibung sein wird und welche Fähigkeiten des siegreichen Bewerbers für den Posten ausschlaggebend waren. Andererseits ist Frau Schröck ohnehin so wie ihr Schwiegerpapi nur noch bei einer Kleinpartei tätig, diese wird doch keinen grossen politischen Einfluss geltend machen können? Und sogar Huntsdorfer kannte lt eigener Aussagen nie die politische Richtung von Bewerbern, was bei den Zusehern der Elefantenrunde den einzigen Heiterkeitsausbruch der gesamten Sendung auslöste...

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semperubique
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"Sie will sich in das Bewerbungsverfahren für die Abteilungsleitung des Amtes für Soziales begeben."

das amt für soziales schreibt aus:
bewerbungsstatistInnen für das amt des/der abteilungsleiterIn.
platz 2 und platz 3 in der reihung sind möglich.
aufgrund des gleichheitsgrundsatzes sind männliche bewerberInnen besonders willkommen.

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Muahaha
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Ein Vorbild ...

als Frau in Spitzposition. €10.000 pro Monat. Verantwortungsvoll umgegangen mit den Stimmen die sie für mehrere Jahre gewählt haben. Ihre Partei konsolidiert mit der aufopfernden Unterstützung ihres Schwiegerpapas.

Und dann? "Ich möchte mit 38 Jahren auch einmal wieder etwas anderes machen"

Leben alle im Elfenbeinturm ...

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4fjil7imqrbjyp68zxbgsor29sxnqwil
5
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Wer bitte ist...

...der Schwiegerpapa?

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smithers
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ein exlandesrat?

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StockBoss
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Re: Wer bitte ist...

Der der Schuld ist dass alle Landesstraßen kaputt sind, er ist auch der der eine gewählte Bürgermeisterin aus dem Amt gemobbt hat, also auch der der es verhindert hat dass sich eine große Stadt als Gegengewicht zu Graz in der Obersteiermark gebildet hat...

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Muahaha
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r506eqco99kxcxh0ndar7ya1o4yats57
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NEIN

Nein, das darf man ihr wirklich nicht unterstellen. Wie sagte schon Hundsdorfer bei der Elefantenrunde, er weiß von keinen seiner Abteilungsleiter, welches Partei sie haben. Gleiches gilt wohl auch bei der Bewerbung von Frau Schröck. Und sie weiß sicher schon jetzt, daß sie unter allen Bewerbern die"Beste" ist. Ein Schelm wer böses denkt!

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Harrysantos
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Schimpfen schimpfen schimpfen

Ich stehe werder der SPÖ noch Frau Schreck speziell nahe. Aber wenn ich mir die Kommentare hier durchlese wundert mich ihre Entscheidung nicht.

Es wird prinzipiell nur geschimpft, jeder Politiker ist ein Schmarotzer am Futtertrog. Alles was die machen ist sowieso grundsätzlich Schei*** und egal was man macht, es wird kritisiert.

Und natürlich hat man dann als Ex-Politiker auch kein Recht mehr sich um einen Job am freien Markt zu bewerben! Da wird sowieso auch sofort Schiebung unterstellt.

Armes Österreich, nur mehr Schwarzseher, Profikritiker und Nörgler hier. Aber wer von euch engagiert sich selber, nimmt was in die Hand und versucht selber IRGENDWAS zu verbessern in diesem Land?

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ferdinand22
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vollkommen richtig

Sie sprechen mir aus dem Herzen!

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8lzbxjxhb4a1664zvsif3lzzqxmykhet
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JEDER, der einer unsubventionierten Arbeit nachgeht

leistet größere Beiträge als jeder einzelne SPÖ Funktionär!

Komm also nicht mit dieser Masche.

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baldasar
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Oje

Unfassbar will jetzt am Futtertrog des öffentlichen Diensts weiterversorgt werden,anscheinend war ihr stadtrat Gehalt zu gering !die soll in der Privatwirtschaft bzw als selbständige mal arbeiten! Ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen die Arbeit suchen...

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DearReaders
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Re: Oje

Kann sich jeder bewerben, der sich für den Job geeignet hält. Sie zählen offensichtlich nicht dazu.

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r506eqco99kxcxh0ndar7ya1o4yats57
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Falsches Buch

Halte mich für geeignet, leider habe ich kein Parteibuch. Also stehen die Chancen wohl schlecht oder sieht du das anders?

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gerry2kzf
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Anscheinend ist sie draufgekommen, dass sie von Nagl nur vor den Wagen gespannt wurde.

Dies kann der feine Herr ja ganz besonders gut. Die unangenehmen Dinge DARF der/die Vizebürgermeister/in machen. Siehe Rücker. Da hat der nette Hr. Bürgermeister Nagl genau so gehandelt.

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einwort
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Re: Anscheinend ist sie draufgekommen, dass sie von Nagl nur vor den Wagen gespannt wurde.

Ohhhh ???

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BenHemmens
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Sie will sich keiner Wahl stellen,

aber Chefin ihres eigenen Amts werden. Schweinerei Made in Graz. Wird wohl schon durchgehen …

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einwort
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Re: Sie will sich keiner Wahl stellen,

Nicht wird!

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Davide3470
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Fairplay

Sie wird erkannt haben dass sie die SPÖ in Graz nicht zum Sieg führen wird können. Wer das aber soll, wüßte ich auch nicht? Es müßte SUPERMAN sein, aber der wird keine Zeit haben…… ;))))

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8lzbxjxhb4a1664zvsif3lzzqxmykhet
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Für diese Info,

hätte eine Randnotiz in der Morgenausgabe gereicht.

Politisches Erbe?

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