Kontrolliert gesprengt hat der Entminungsdienst des Bundesheeres am Mittwoch eine Panzersprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie berichtet, erfolgte die Notsprengung in einem gesicherten Bereich in Feldkirchen bei Graz, die Polizei ließ aber die umliegenden Straßen sicherheitshalber sperren. Eine Entschärfung des Kriegsrelikts war auf anderem Wege nicht möglich.

Mittlerweile ist bekannt, wie es überhaupt zu dem Fund gekommen ist. Er stammte sozusagen aus dem Nachlass eines älteren Grazers, der vor kurzem verstorben ist. Als die Nachmieter seiner Wohnung in einem Mehrparteienhaus in Graz-Jakomini am Mittwoch das zugehörige Kellerabteil ausräumen wollten, stießen sie auf den verdächtigen Gegenstand.

Sie alarmierten sofort die Polizei, ein sprengstoffsachkundiges Organ (SKO) stellte dann fest, dass es sich um eine Panzersprenggranate handelte. Vorsorglich ließ man sogar den betroffenen Bereich des Wohnhauses teilweise evakuieren, bis das Kriegsrelikt sicher abtransportiert war.

3500 Kilo Kriegsmaterial in der Steiermark gesichert

Jahresbilanz des Entminungsdienstes
Jahresbilanz des Entminungsdienstes © Bundesheer

Nicht immer läuft der Fund von Kriegsmaterial so spektakulär ab. Der Entminungsdienst des Bundesheeres, der per Gesetz für Sprengmittel aus den Weltkriegen zuständig ist, bearbeitete im Vorjahr bundesweit 1094 Meldungen über Funde von Kriegsmaterial und barg fast 30 Tonnen an gefährlicher Altmunition. Alleine auf die Steiermark entfielen 3,5 Tonnen. In 50 Fällen mussten Sofortsprengungen vor Ort durchgeführt werden.