An gewisse Dinge gewöhnt man sich schnell – beispielsweise an die Sonne. Lange nicht gesehen, strahlt die Glutkugel nun schon seit Tagen über das Steirerland. Die nebelverhangenen Tage im Jänner und Anfang Februar sind dabei schon fast vergessen. Die gute Nachricht: So geht es weiter.
„Derzeit ist nicht in Sicht, dass das schöne Wetter in der Steiermark zurückweicht – wir können uns also an die Sonne gewöhnen“, sagt Martin Kulmer. Meteorologe von Geosphere Austria. Die ersten Frühlingsmomente sind also gekommen, um zu bleiben – nicht nur in der Steiermark, sondern in ganz Österreich.
Windstille bei milden Temperaturen
Die Prognosen von GeoSphere deuten demnach darauf hin, dass nur vormittags leichte Nebelfelder aufgrund des Hochdruckeinflusses zu erwarten sind. Diese sollen sich aber schon mittags im ganzen Land auslösen. Auch die Temperaturen spielen mit und klettern jeden Tag locker über die zehn- bis 15-Grad-Marke Tag für Tag erwarten die Meteorologen demnach mildwarmes Wetter.
Wem aber ist dieser rasante Wetterumschwung zu verdanken? Kulmer sagt: „Das Hochdruckgebiet kommt vom Südwesten nach Österreich – also von der iberischen Halbinsel herauf“. Mit Windspitzen ist aber auch nicht zu rechnen, was dazu führt, dass sich die Temperaturen angenehm milde anfühlen.
So schnell kann's gehen
Das schwere Unwetter der Vorwoche mit heftigen Schneefällen wirkt demnach bereits fern. Aber wie schnell kann sich Wetter ändern? Kulmer erklärt: „Damals bekamen wir eine Kaltfront aus Osteuropa und ein Tiefdruckgebiet aus Italien ab, so etwas kann genauso schnell gehen, wie die Hochdruckeinflüsse, die wir nun bekommen“.
Schnee ist jedenfalls in absehbarer Zeit in der Steiermark nicht mehr zu erwarten und auch Regen bleibt vorerst unwahrscheinlich. Kulmer sagt: „Den nächsten Niederschlag erwarten wir frühestens am kommenden Wochenende“. Ob der dann aber auch fix kommt, lässt sich mit Stand jetzt aber noch nicht sagen. Klar ist nur: An die Sonne sollte man sich vorerst gewöhnen und sie am besten gut ausnutzen.