Ein Skiunfall hätte am Sonntag im Skigebiet Stuhleck durchaus schlimmer enden können – und das nicht nur wegen der hohen Lawinengefahr in weiten Teilen des Landes. Am frühen Nachmittag verließ ein 18-jähriger Skifahrer die gesicherten Pisten und fuhr alleine in das freie Gelände. Ebendort kam er wohl aufgrund von Schneeverwehungen und schlechter Sicht zu Sturz. Dabei zog sich der Tscheche eine schwere Oberschenkelverletzung zu.
Wie die Polizei mitteilt, dürfte er danach zwischen eineinhalb bis zwei Stunden im Schnee gelegen haben. Erst gegen 14 Uhr entdeckten ihn zufällig andere Skifahrer, die abseits der Piste unterwegs waren. Gegen 14:00 Uhr setzten sie eine Meldung über eine reglose Person außerhalb der Piste bei der Rettungsleitstelle Steiermark ab. Infolge wurden die Alpinpolizei Hochsteiermark und die Pistenrettung der Bergbahnen Stuhleck alarmiert.
Schwierige Bergung
Auch der Rettungshubschrauber Christophorus 3 wurde herbeigerufen, dieser konnte wegen des starken Nebels aber nur im unteren Teil des Skigebiets landen. Aus diesem Grund musste die Rettung des Verunfallten terrestrisch durchgeführt werden. Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen gestaltete sich die Bergung äußerst schwierig und langwierig. Anschließend wurde der Verletzte notärztlich versorgt und in das Krankenhaus Wiener Neustadt überstellt.
Jene Skifahrer, welche den Notruf bei der Rettungsleitstelle absetzten, waren beim Eintreffen der Einsatzkräfte aber nicht mehr vor Ort. Aus diesem Grund appelliert die Alpinpolizei Hochsteiermark an diese sowie andere Zeugen, sich bei der Polizeiinspektion Bruck an der Mur, 059133/6200, zu melden.