Seit Jahrhunderten werden in Steirisch Laßnitz in unregelmäßigen Abständen Volksschauspiele aufgeführt. Es sind Geschehnisse und Gleichnisse aus der Bibel, aus Heiligenlegenden, Sagen und Volkserzählungen, die auf die Bühne gebracht werden. Der exakte Ursprung dieses Brauchtums liegt allerdings im Dunkeln: Wann genau die Spiele entstanden sind und wer sie verfasst hat, ist nicht bekannt. „Laut mündlicher Überlieferung sind sie etwa 400 Jahre alt“, erzählt Spielleiterin Ingrid Purgstaller. Einzelne Texte – wie das Spiel vom reichen Prasser – lassen sich sogar bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen.
Von einer ursprünglichen Vielzahl von Inhalten stehen heute noch fünf Spiele zur Auswahl. In diesem Winter ist wieder das Hirtenspiel – nach der letzten Aufführung im Jahr 2012 – an der Reihe. Es stellt die Geburt Jesu von der Verkündigung des Engels an Maria bis zur Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten dar.
Volksschauspiele Laßnitz
Theater ohne Spektakel
Die Volksschauspiele Laßnitz werden seit Jahrhunderten aufgeführt. Sie sind in vielerlei Hinsicht eine besondere Tradition. Auch die Aufführung des Hirtenspiels kommt ohne Bühnenbild und Noten aus.
© Volksschauspiele Laßnitz