Dramatische Szenen spielten sich Montagmittag auf einem Forstweg in Irdning-Donnersbachtal ab: Auf dem Waldweg im Ortsteil Furrach waren Holzarbeiten im Gange, als es zu einem schrecklichen Unfall kam. Gegen 13 Uhr führte ein 41-jähriger Bosnier Reparaturen am Motorblock eines Lkws durch, ein 23-jähriger Mechaniker aus dem Bezirk Liezen half ihm dabei. Für die Arbeiten wurde das Fahrerhaus des Lkws nach vorne gekippt.

Beim Versuch, die Fahrerkabine nach Abschluss der Reparatur wieder zu schließen, kam es zu dem folgenschweren Unfall: Der 41-Jährige befand sich mit dem Oberkörper zwischen Fahrerkabine und Fahrzeugrahmen, als aus bislang unbekannter Ursache der Kippzylinder vom Bolzen abbrach. Dadurch fiel die Fahrerkabine auf den Oberkörper des Mannes und klemmte ihn ein. Trotz sofortiger Hilfe durch weitere Holzarbeiter und den Einsatz eines hydraulischen Stempelhebers konnte der Verletzte nicht befreit werden.

Zahlreiche Einsatzkräfte rückten aus

Der Notruf wurde umgehend abgesetzt, auch die Freiwillige Feuerwehr Donnersbach rückte sofort aus: „Das Bild, das sich den Kameraden bot, war schlimm“, berichtet Kommandant Gerhard Singer. „Die Kabine ist auf den Mann gestürzt und obwohl zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort waren, konnte er nur noch tot geborgen werden“, sagt Singer. Die Freiwilligen Feuerwehren Donnersbach und Irdning, das Österreichische Rote Kreuz sowie ein Notarztteam des Rettungshubschraubers Christophorus 14 rückten zur Unfallstelle aus. Trotz der Rettungsmaßnahmen konnte nur noch der Tod des 41-Jährigen festgestellt werden.

Weitere Ermittlungen laufen, die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Auch der Lkw, der sich in einem schlechten technischen Zustand befand, wurde sichergestellt und wird von einem Sachverständigen begutachtet. Das Arbeitsinspektorat wurde verständigt. Der Einsatz war für die Kräfte vor Ort dramatisch, sie drücken den Angehörigen des Unfallopfers ihr tiefes Mitgefühl aus.