Für einen kurzen Überraschungsmoment sorgte am Donnerstag zunächst jener Bogenschütze, der im Drogenrausch mit einem Sportbogen zwei Pfeile auf seine im Bett liegende Freundin geschossen haben soll: „Herr Richter, ich möchte die Sache gleich klarstellen, wie sie wirklich war. Die Geschichte war erlogen - alles, was ich bis jetzt gesagt habe, war falsch“, eröffnete er den zweiten Prozesstag am Straflandesgericht. Er könne sich in Wahrheit an die Schüsse gar nicht erinnern. Er meinte aber, dass er sie wohl schon abgegeben habe. Allein: Es sollte nicht die einzige Verantwortungsänderung des Angeklagten an diesem Tag bleiben. Mehrmals änderte er seine Aussagen zum beinahe tödlichen Vorfall.