„Zukunft Steiermark“ – Der Überbegriff für das „Schüler machen Zeitung“-Projekt 2025 regte bei den sechs teilnehmenden Schülerinnen des BG/BORG HIB Liebenau schon beim ersten Treffen die Fantasie an. Nach kurzem Brainstorming war man sich aber dennoch relativ schnell einig – im Hinblick auf die zahlreichen Neubauten, die in der steirischen Hauptstadt aus dem Boden sprießen, stellten sich Giulia Gasparella, Melanie Strauss, Julia Monsberger, Franka Maislinger, Sophia Marold und Victoria Gasser die Frage: „Sind diese Neubauten wirklich nachhaltig? Was bedeutet grünes, nachhaltiges Bauen und inwiefern spielt Architektur in dieser Gleichung eine Rolle? Und was bringen eigentlich begrünte Fassaden?“

Gemeinsam steckten die Jugendlichen die Köpfe zusammen, zahlreiche Fragen brannten ihnen auf der Zunge, beim Ausformulieren unterstützten sich die jungen Frauen gegenseitig. Die Technische Universität Graz lieferte auf Anfrage sofort die passenden Interviewpartner für das Thema, das die Schülerinnen in zwei Artikel unterteilt hatten: Ein klassisches Erklärstück zum Thema Nachhaltiges Bauen und ein Interview mit Architekturtheoretiker Anselm Wagner zum Einfluss von Nachhaltigkeitsaspekten und Zeitgeist auf die steirische Architektur. Die Vorbereitung war getan, doch wie so oft im Journalismus, kam alles anders als geplant und die Flexibilität der Schülerinnen war gefragt.

Stolpersteine und kranke Interviewpartner

Gleich zweimal mussten die Interviews der Schülerinnen aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle seitens der Interviewpartner verschoben und neu vereinbart werden, in einem Fall sprang sogar eine neue Interviewpartnerin ein, um den Jugendlichen Rede und Antwort zu stehen. Statt eines persönlichen Gesprächs wurde ein Video-Call vereinbart, Melanie Strauss, Julia Monsberger, Franka Maislinger löcherten ihre Interviewpartnerin Tajda Potrc Obrecht eine knappe Stunde mit ihren Fragen. Vor allem das Thema „Greenwashing“ im Bausektor hatte ihre Aufmerksamkeit geweckt. „Das muss unbedingt in den Artikel“, waren sie sich einig.

Giulia Gasparella und Sophia Marold hatten etwas mehr Glück, ihr ursprünglicher Interviewpartner Anselm Wagner wurde rechtzeitig gesund, für das Interview besuchten die beiden Wagner auf der TU in Graz. „Man hat richtig gemerkt, wie gern er über das Thema spricht“, so Gasparella.

Freude über das Endresultat

Danach ging es für die Jugendlichen endlich an den Hauptteil der Arbeit, das Verfassen der Texte. Erste Versionen wurden gemeinsam gesichtet, besprochen und überarbeitet. Victoria Gasser stellte sich der Herausforderung, einen Kommentar zum Thema zu verfassen. Auch ein Fototermin stand für die Jugendlichen an, schließlich sollten sie am Ende auch persönlich von ihrer Seite in der Zeitung lachen. Über das Endresultat freuten sich die Jugendlichen am Ende trotz aller organisatorischer Stolpersteine besonders. „Wie cool ist das denn“, konnte Strauss ihre Freude nicht verbergen. Auf das Projekt blickten die Schülerinnen am Ende mit Stolz zurück. „Es war wirklich eine tolle Erfahrung“, waren sie sich einig.