Nach dem abendlichen Feiern war ein Jugendlicher in der Nacht auf Samstag in Gleinstätten auf dem Heimweg und nahm eine Abkürzung durch die Sulm. Kurz nach Mitternacht begannen Freunde und Familie die Suche nach dem jungen Mann, nachdem der Kontakt zu ihm abgerissen war. Weil die Suche erfolglos verlief, wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Gegen 2 Uhr rückte das Einsatzdrohnenteam des Bereichsfeuerwehrkommandos (BFV) Leibnitz aus. Eine intensive Suche mittels Drohne und angebauter Wärmebildkamera begann. Aufgrund des großen Suchgebiets und des unklaren Gesundheitszustandes des Vermissten wurde auch das Drohnenteam des BFV Deutschlandsberg zur Verstärkung angefordert.
Nach einiger Zeit gelang es, den Jugendlichen zu lokalisieren und die Rettungskräfte zu ihm zu lotsen. Er wurde wohlbehalten zur Einsatzleitung gebracht und seinen Eltern übergeben. Neben den Feuerwehren stand auch das Rote Kreuz sowie die Polizei im Einsatz.
„Ohne Drohne hätten wir ihn wahrscheinlich erst am Morgen gefunden“
Es ist der zweite Einsatz für das Drohnenteam des BFV Leibnitz binnen weniger Tage. In der Vorwoche waren in Großklein vier Kühe entlaufen und mussten im weitläufigen und teils schwer zugänglichen Gelände aufgespürt und eingefangen werden. Mit den Wärmebildkameras der Drohnen gelang es, die entschwundenen Tiere zu lokalisieren. Die Bergung der agilen und wehrhaften Kühe stellte die Einsatzkräfte vor eine Herausforderung, die aber schlussendlich mit einer Betäubung der Tiere gelang.
Für Bereichsdrohnenbeauftragten Patrick Pronegg ist der Einsatz der Helfer aus der Luft mittlerweile unerlässlich: „Die Drohnen sind eine totale Unterstützung, vor allem mit den Wärmebildkameras. Nur mit menschlicher Suche hätten wir den Jugendlichen in der Nacht wahrscheinlich nicht mehr gefunden. Und bei solchen Einsätzen zählt jede Minute.“