Die Wunschliste an den Osterhasen ist lang, seine Ohren wurden auch schon von ein paar der Kinder gesichtet, als sie letztes Jahr ihre Nester hinter dem Gebüsch gesucht haben. Vorweg wollen wir von Rosa, Nina, Lorenz, Anton (alle 5), Paul und Lara (beide 6) aber wissen, was Ostern eigentlich genau ist?
Ostereier, Glück und Oma-Besuche
„Da kommt der Osterhase, der den Kindern Freude macht“, sagt Lara. „Und Eier bringt er auch“, meint Rosa – „und Geschenke“, das darf man laut Lorenz ja nicht vergessen. „Es ist ein Fest!“, ruft Paul, „da feiert man…hmm…“ Während er überlegt, zeigt Nina aufgeregt in ein Eck im Garten des Kindergartens Schönbrunngasse. Dort war das Osternestchen einer Freundin versteckt. Anton bringt sich ein: „Ostern ist ein besonderes Fest, mit ganz viel Glück“. Was genau gefeiert wird, darüber herrscht etwas Uneinigkeit, aber schön ist es, man besucht Omas und isst viele Ostereier.
Kommt der Osterhase eigentlich immer? „Ja!“, rufen die Kinder laut, die sich für den Termin extra schick gemacht haben, wie sie erklären. Anton wischt seine Stirnfransen schön zur Seite, Lara zupft ihr buntes Kleid zurecht, Rosa steckt sich zwei Blümchen in die Zöpfe und zeigt stolz ihre Osterbastelei. Nina, im blauen Eisprinzessinnen-Kleid, scherzt keck wie eine Erwachsene. „Zum Glück hat mir der Osterhase noch nicht verfaulte Eier gebracht.“
Ist der Hase weiß, braun, groß oder klein?
Gebracht hat er aber immer tolle Sachen, vor allem viel Schokolade. Klass‘ wären heuer auch ein Fahrrad, ein pink-glitzernder Roller, eine Osterpinze, ein Skateboard oder ein Monstertruck, sprudelt es nur so aus den Kleinen heraus.
Wie der Osterhase das alles transportiert, dafür gibt es natürlich einen Plan: Wenn er ein Fahrrad bringt, kann er ja damit fahren. Ansonsten hat er einen Rucksack auf dem Rücken, in dem er die Nester verstaut, weiß Paul. Die Farben zum Eier bemalen hat er in seinem weißen Mantel versteckt.
„Es ist ein brauner Hase, ganz groß“, glaubt Anton. Mit seinen Händen misst der Fünfjährige den Tisch vor sich ab, so groß in etwa. Das wäre dann gut über einen Meter. „Nicht so groß wie ich“, meint Paul schnell. Für Lorenz ist es ein ganz normaler Hase.
Lange Ohren und ein kleines Stupsnäschen, so beschreibt Lara den Osterhasen. „Also ich weiß nicht, wie er ausschaut“, erklärt Nina. Ist ja auch schwer zu wissen, wenn man ihn noch nie gesehen hat.
„Ich hab ihn schon ganz oft gesehen“, meint darauf Anton. Also genauer gesagt war es ein Bommel. „Ich habe zwei ganz lange Hasenohren entdeckt“, ergänzt Lara. „Ich habe nur den Nikolo gesehen“, meint Paul. Ob gesichtet oder nicht – der Hase kommt zu jedem. „Zu den Eltern und der ganzen Familie“, sind sich die Kinder einig.
Ein Hase pro Land und Düsenantrieb als Hilfe
Und wann hoppelt der Osterhase am Sonntag vorbei? „Genau nach dem Osteressen“, sagt Anton. Das Essen ist „um dreiviertel“, erklärt der Fünfjährige. Dreiviertel was? „Am Abend“, führt er auf Nachfrage des genaueren Zeitpunkts aus. Klar, okay. Und zu Ostern, da macht Anton „immer etwas ganz Besonderes ... ich mache eine Pause, wenn ich müde bin.“
Na, diese Pause werden er und die anderen Kinder heute wohl brauchen, wenn sie gespielt haben, bis zu vier Ostereier wie Nina gegessen haben und ihre Nester gesucht haben. Aufgeregt sind sie alle – und da es in jedem Land einen Osterhasen gibt (Paul), der mit Düsenantrieb ganz schnell vorwärtskommt (Anton) – braucht man sich auch keine Sorgen zu machen, dass man zu kurz kommt. In diesem Sinne: Frohe Ostern!