Nun ist die Ursache für einen der größten Brände der letzten Jahre in der Region geklärt. Brandermittler des Landeskriminalamtes Steiermark (LKA) führten gemeinsam mit einem Brandsachverständigen der Landesstelle für Brandverhütung die Brandursachenermittlung durch. Unterstützt wurden sie dabei auch von einem Drohnenpiloten des LKA.
Hoher Schaden festgestellt
Die Erhebungen am Brandort gestalteten sich dabei aufgrund des großen Schadensausmaßes äußerst schwierig. Demnach konnte der Brandausbruchsbereich in der Produktionshalle selbst eruiert werden. „Im Bereich der Kernöltanks befanden sich mehrere technische Geräte. Ein konkreter Defekt eines dieser Geräte konnte nicht erhoben werden. Dennoch könnte die mögliche Brandursache auf eines dieser Geräte zurückzuführen sein“, hieß es am Dienstag von der Polizei.
Dichte Rauchwolken
Es waren dichte Rauchwolken, die Sonntagnachmittag über Fürstenfeld zogen. Bei der Ölmühle in Übersbach war ein Feuer ausgebrochen, Feuerwehren aus mehreren Bezirken und aus dem Burgenland standen im Einsatz. „Gegen 14.15 Uhr ging der Alarm ein“, so Oberbrandinspektor Martin Jeindl von der Fürstenfelder Feuerwehr zu Kleinen Zeitung. „Beim Eintreffen gab es bereits starke Rauchentwicklung, weitere Feuerwehren wurden nachalarmiert, weil es sich um ein Industriegebäude handelt.“
Verstärkung angefordert
Straßen wurden gesperrt, auch der ÖBB-Bahnverkehr war unterbrochen. „Es waren 213 Feuerwehreinsatzkräfte am Löscheinsatz beteiligt“, so Jeindl. Neben Wehren aus der Oststeiermark kam auch Unterstützung von der Grazer Berufsfeuerwehr, die mit einem Löschroboter anrückte.
Brand unter Kontrolle
Kurz vor 17 Uhr hatte man den Brand bereits unter Kontrolle. „Der Mittelteil des Gebäudes, in dem sich die Ölpresse befindet und wo Kernöl gelagert wird, wurde ein Raub der Flammen. Wir konnten aber das Bürogebäude und eine weitere Produktions- und Lagerhalle retten - es gab keine Verletzten“, so die erste Feuerwehrbilanz über den Einsatz bei jener Mühle, die bis 2018 mit Frank Stronach einen prominenten Besitzer hatte. Danach ging sie an einen Unternehmer aus der Südoststeiermark, der die Anlage noch erweiterte.