Verheerender Großbrand in Gamlitz: In der Nacht auf Samstag wurden die Einsatzkräfte gegen 1.15 Uhr zu einem Weingut gerufen. Beim Eintreffen der Feuerwehrleute stand der dortige Buschenschank samt Wirtschaftsgebäude bereits in Vollbrand. Der Dachstuhl war bereits fast zur Gänze abgebrannt. „Als wir angekommen sind, haben wir sofort die Feuerwehren des Abschnitts fünf nachalarmiert“, so Hauptbrandinspektor Karl Alexander Wratschko.

Auch die Feuerwehren Arnfels, Wagna und Gralla wurden nachalarmiert. Denn sie haben große Tanklöschfahrzeuge, die für die Löscharbeiten dringend benötigt wurden. Die Feuerwehren Gamlitz, Arnfels, Ehrenhausen, Gersdorf a. d. Mur, Ratsch, Spielfeld, Strass, Untergralla, Vogau, Wagna, Holcim und Retznei standen mit 21 Fahrzeugen und 114 Kräften im Einsatz. „Der Buschenschank ist bis auf die Grundmauern abgebrannt“, bilanziert Wratschko. Das Wohnhaus nebenan blieb unbeschadet. Menschen und Tiere wurden nicht verletzt. Um 13 Uhr konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden. Der starke Niederschlag kam den Feuerwehren bei den Löscharbeiten zur Hilfe. 

Technischer Defekt

Die Brandursachenermittlungen wurden von Beamten des Landeskriminalamts Steiermark in Kooperation mit einem Sachverständigen der Landesstelle für Brandverhütung durchgeführt. Dabei konnte die Brandausbruchsstelle in einem Lagerraum lokalisiert werden. „Das Feuer dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch einen technischen Defekt eines aufgestellten Kühlcontainers ausgelöst worden sein“, so die Polizei. Der Schaden dürfte mehrere Hunderttausend Euro betragen.

Eine Meldung, die zunächst fälschlicherweise wegen eines Mangels bei der Wasserversorgung die Runde machte, berichtigte die Feuerwehr Gamlitz: „Die Ausgangslage war für uns ein eher unvorteilhaftes Hydranten-Netz. Die effizienteste Lösung war deshalb ein Pendelverkehr zum Rüsthaus, der sofort eingerichtet wurde. Dazu wurden zusätzliche und größere Tanklöschfahrzeuge angefordert.“