„Wir wurden von der Amtstierärztin kontaktiert und haben den Nasenbär vor einer Stunde bekommen“, bestätigt Karin Winkler am Montagnachmittag.
Wie das ursprünglich von Kolumbien bis Uruguay heimische Tier nach St. Marein bei Graz gekommen ist, weiß auch sie nicht. Immerhin handelt es sich dabei um einen Kleinbären, der allerdings für den Menschen nicht gefährlich ist.
Nasenbär sorgt für Aufregung in St. Marein – Fund im Hühnerstall
Tatsache ist, dass ein Landwirt bei den Jägern um Hilfe gebeten hat. Im Stall war ein ungebetener Gast „Der betroffene Landwirt war besorgt um seine Hühner“, wird Bezirksjägermeister Harald Schönbacher in einer Aussendung der Jägerschaft zitiert.
Schönbacher konnte den exotischen Nesträuber mit einem Team der Arche Noah bald einfangen.
Nasenbär landet in Herberstein – Quarantäne und Untersuchung
Mittlerweile ist der Nasenbär in der Tierwelt Herberstein. Das mutmaßliche Männchen muss nun eine Woche auf der Quarantänestation sein. Der Nasenbär „ist sehr jung und verschreckt“, schildert Winkler. Es wird vom Tierarzt noch eingehend untersucht.
Passt alles, dann „haben wir eine WG mit weiteren Nasenbären für ihn.“ Die Wildtiere sind scheu, tagaktiv und für den Menschen in der Regel ungefährlich – trotzdem aber keine Streicheltiere. Sie beißen oder kratzen nur, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen. Für Hühner oder andere Kleintiere ist die Gefahr größer, Nasenbären gelten als Nesträuber.
Nasenbär durch Schwarzmarkt im Land? Herkunft bleibt rätselhaft
Wie der Nasenbär (legal) ins Land gekommen ist, kann auch sie sich kaum erklären. Solche Exoten sind nur Zoos der Kategorie A vorbehalten. Am Schwarzmarkt womöglich? Die letzten unangemeldeten Neuzugänge in der Tierwelt waren übrigens zwei Waschbären aus Kärnten.
Laut Jägerschaft „wurden Exemplare über den Tierhandel nach Europa verkauft. Sämtliche Vorkommen gehen auf entkommene oder ausgesetzte Tiere zurück“.