150.000 Pferde werden in Österreich gehalten. Damit die Hufe der Tiere bei ihren Einsätzen in Freizeit und Landwirtschaft geschützt sind, müssen sie beschlagen werden. Bereits vor tausenden Jahren wurden die Huftiere vom Menschen für unterschiedliche Arbeiten eingesetzt, genauso alt ist die Praxis der Hufschmiedinnen und Hufschmiede. „Bereits im ersten Jahrhundert vor Christus haben die Kelten Pferde mit Eisen beschlagen, die unseren heutigen Hufeisen ähneln“, weiß Hufschmied David Kulmhofer aus Passail. „In der Antike hat man den Tieren sogenannte Hipposandalen, also Hufschuhe, aus Bast und Leder gefertigt.“ Im sechsten Jahrhundert gab es die ersten schriftlichen Nachweise der Hufschmiedepraxis. Mit 2024 wurde das Handwerk in Österreich in das UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Seit 2024 immaterielles Kulturerbe
Nur noch 70 Steirerinnen und Steirer beherrschen die Kunst des Hufschmiedens
Die UNESCO ernannte die Praxis des Hufschmiedens 2024 in Österreich zum immateriellen Kulturerbe. Auf 150.000 Pferde im ganzen Land kommen nur ungefähr 400 Hufschmiede. David Kulmhofer aus Passail erzählt, was seinen Beruf besonders macht.
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