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Nordische WMDas sind die ÖSV-Athleten für Oberstdorf - Schlierenzauer fehlt

Zwölf Damen und 16 Herren werden Österreich bei der WM der Nordischen vertreten - Gregor Schlierenzauer ist nicht dabei.

CROSS COUNTRY SKIING - FIS WC Davos
Teresa Stadlober ist Österreichs beste Langläuferin © 
 

Der ÖSV hat den Kader für die Nordischen Weltmeisterschaften vom 23. Februar bis 7. März in Oberstdorf nominiert. Österreich wird bei den 53. Welt-Titelkämpfen im Allgäu mit insgesamt 28 Athleten vertreten sein. Zwölf davon sind Frauen, 16 sind Männer.

Die größten Hoffnungen im ÖSV-Kader ruhen auf Marita Kramer, Stefan Kraft und Johannes Lamparter. Wie schon für die Heim-WM 2019 in Seefeld erneut nicht aufgeboten wurde Skisprung-Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer.

Erstmals im Kampf um WM-Gold, -Silber und -Bronze mit von der Partie sind die Kombiniererinnen, die erst im vergangenen Dezember in der Ramsau ihren bisher einzigen Weltcup bestritten haben. Der ÖSV schickt vier Damen nach Deutschland.

Das sind die Nominierten

Skispringen: Chiara Hölzl (S), Daniela Iraschko-Stolz (St), Marita Kramer (S), Eva Pinkelnig (V), Sophie Sorschag (K). - Philipp Aschenwald (T), Manuel Fettner (T), Michael Hayböck (OÖ), Jan Hörl (S), Daniel Huber (S), Stefan Kraft (S)

Nordische Kombination: Lisa Hirner (St), Sigrun Kleinrath (OÖ), Claudia Purker (S), Annalena Slamik (T). - Martin Fritz (St), Lukas Greiderer (T), Thomas Jöbstl (K), Lukas Klapfer (St), Johannes Lamparter (T), Mario Seidl (S)

Langlauf: Teresa Stadlober (S), Lisa Unterweger (St), Barbara Walchhofer (S). - Michael Föttinger (S), Benjamin Moser (T), Lukas Mrkonjic (S), Mika Vermeulen (St)

Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer ist zum zweiten Mal in Folge nicht bei einer Nordischen WM dabei. Von den Weltmeisterschaften 2007 bis 2017 hatte es für den Tiroler bei sechs Weltmeisterschaften in Folge sowie den beiden Olympischen Spielen 2010 und 2014 jeweils zu zumindest einer Medaille gereicht, in Pyeongchang 2018 war er immerhin nominiert. Doch auf die bittere Nichtnominierung für die Heim-WM in Seefeld 2019 folgte nun eine weitere für Oberstdorf 2021.

Die am Samstag publizierte Entscheidung der ÖSV-Verantwortlichen um Chefcoach Andreas Widhölzl und Mario Stecher als Sportlichen Leiter für Skispringen und Nordische Kombination gegen Schlierenzauer kam nicht unerwartet. Der 31-Jährige hatte nach Rang 32 und einer Disqualifikation bei den nationalen Bewerben der Vierschanzentournee nur noch Mitte Jänner eine Weltcup-Chance erhalten und diese mit Rang 38 nicht genutzt. Zuletzt kam er bei zwei Kontinentalcup-Einsätzen in Klingenthal als Siebenter nur einmal in die Top Ten.

Für Aufsehen hatte der 53-fache Weltcup-Rekordsieger gesorgt, als er am Dreikönigstag in Bischofshofen die vorgeschriebene Materialkontrolle aus Enttäuschung ausgelassen hatte und so aus der Wertung genommen wurde. "Die Materialkontrolle und das Prozedere nicht eingehalten zu haben, war ein Fehler, dumm und absolut nicht in Ordnung", ließ er in danach in seinem Online-Blog wissen. "Ich habe mit meinem Abgang ein schlechtes Vorbild abgegeben."

Der Großschanzen-Weltmeister 2011 springt seinen Ansprüchen seit Jahren hinterher. In der aktuellen Situation hat der Neffe von Rodel-Größe Markus Prock vor Weihnachten in Engelberg als 24. und 30. Weltcup-Punkte gesammelt, zudem bei den Skiflug-Weltmeisterschaften in Planica Rang 26 belegt. Für eine Aufnahme in das WM-Team von Cheftrainer Widhölzl war das klar zu wenig.

Seinen bisher letzten Weltcupsieg hatte Schlierenzauer am 6. Dezember 2014 in Lillehammer geholt, seinen bis dato letzten Podestplatz eine Woche danach bei der Weltcup-Premiere in Nischnij Tagil als Zweiter. Sein jüngster Top-Ten-Platz ist noch nicht so lange her, erreicht am 9. März des Vorjahres ebenfalls in Lillehammer. Zuletzt kam der Team-Olympiasieger 2010 nach seinem Zakopane-Einsatz eben nur noch in Klingenthal auf zweithöchster Bewerbsstufe zum Einsatz.

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